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Rega nimmt ihre beiden ersten H145 in Dienst

20.11.2018

Bern (CH) ::  In den vergangenen Wochen hat die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega an zwei ihrer Standorte den Einsatzbetrieb mit der neuen H145 aufgenommen.

Als erste Basis flog Rega 3, beheimatet am Flughafen der Schweizer Hauptstadt Bern, am 23. Oktober den ersten Einsatz mit dem neuen Muster. Dieser führte die Crew zu einer Sekundärverlegung vom Spitalzentrum Biel ins Berner Inselspital. Einige Tage später, am 2. November, hatte schließlich auch die Berner Bevölkerung die Gelegenheit, das neue Fluggerät kennenzulernen: Anlässlich des 50.000sten Gönners aus der Stadt landete die neue H145 auf dem Bundesplatz und konnte anschließend besichtigt werden.

Als zweite Einsatzbasis nahm Rega 2 in Basel letzte Woche die H145 in Dienst. Auch hier hatte die Bevölkerung die Möglichkeit, das neue Fluggerät zu besichtigen, nachdem die Maschine am Mittag des 17. November auf der Kraftwerkinsel Birsfelden gelandet war. Wie zuvor in Bern, wurde dieses Angebot von vielen interessierten Bürgern angenommen.

Die Basis von Rega 2 befindet sich am Euroairport Basel-Mülhausen auf französischem Staatsgebiet. Weltweit einmalig wird dieser Flughafen von zwei Staaten gemeinsam betrieben. Besonders erwähnenswert ist außerdem, dass mehr als die Hälfte der jährlich etwa 1000 Einsätze in Deutschland geflogen werden. Dies ist besonders der 24-Stunden Bereitschaft und der Vorhaltung einer Rettungswinde geschuldet. Gemeinsam mit der Bergwacht Schwarzwald können somit Verletzte im teilweise schwer zugänglichen Schwarzwald gerettet werden.

Insgesamt 7 neue H145 wurden von der Rega bestellt. Diese sollen die 2003 in Dienst gestellte EC 145 (BK 117 C2) an den Mittellandbasen ablösen. Diese befinden sich neben Bern und Basel in Zürich (Rega 1) und Lausanne (Rega 4). Auch am Standort in Sankt Gallen (Rega 7), an dem bislang eine Agusta A109SP DaVinci zum Einsatz kommt, soll die H145 ab Mitte 2019 zum Einsatz kommen.

Autor(en)
Tobias Klein

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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