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“Handbuch Luftrettung“ in zweiter Auflage erschienen

06.11.2018

Edewecht (NDS) ::  Das “Handbuch Luftrettung“ ist eine Bestandsaufnahme für die Luftrettung der Bundesrepublik: Es kann mit Fug und Recht als das wichtigste Standardwerk der deutschen Fachliteratur zum Thema Luftrettung bezeichnet werden. Autor Holger Scholl hat eine zweite Auflage im SK-Verlag veröffentlicht. Das Wörtchen “Handbuch“ wurde dabei im Titel vorangestellt. Eine betreiberspezifische Präferenz schimmert auch diesmal nicht durch. Ausführlich, aber nicht ausschweifend erklärt Scholl Geschichte der Luftrettung, Personal, Zusammenspiel von Medizin und Luftfahrt, und vieles mehr. Der Autor scheut sich nicht, gelegentlich auch selbst Position zu kontroversen Themen zu beziehen – gut erkennbar z.B. an den Abschnitten zu NEH und Ambulanzhubschrauber-Transporten.

Das Werk ist unter der EAN/ISBN 978-3-943174-93-9 für 39,90 Euro erhältlich und umfasst 432 Seiten (1. Auflage: 480 Seiten).

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Was bringt die 2. Auflage neues?

“Zweite, vollständig überarbeitete Auflage“ ist keineswegs übertrieben. Das Buch wurde gegenüber der Erstauflage von 2002 tatsächlich runderneuert, bewahrt aber seinen Charakter. Der Autor nimmt Bezug auf aktuelle Entwicklungen wie beispielsweise das TEMPIS-Projekt in Bayern, taktische Lagen im Rettungsdienst und den zunehmenden Einsatz von Transporthubschraubern für Interhospitaltransfers außerhalb der öffentlich-rechtlichen Luftrettung. Die Erörterung der Grundlagen und viele Themen, die schon in der ersten Auflage präsent waren, bleiben in der 2. Auflage erhalten und werden in der gewohnt fundierten Art und Weise erläutert. Die Bezugnahme auch auf die Luftrettung im Kontext der europäischen Nachbarländer bleibt eine Stärke des Buches.

Es sind auch Abschnitte entfallen: So das Kapitel “Luftrettung und Öffentlichkeit“; das Kapitel “Repatriierung aus dem Ausland“ ist auf einen Absatz geschrumpft. Dafür beleuchtet der Autor beispielsweise nun die Offshore-Rettung mit Hubschraubern.

Das Design wirkt sehr frisch und ansprechend mit angenehm gewählten Farben. Die Gestaltung ist modern, schlicht und übersichtlich. Die Quellen lesen sich wie das Who is Who der Luftrettung und lassen erahnen, auf welche umfangreichen Archivbestände der Autor Zugriff hat. Die Bildqualität überwiegend sehr gut (es gibt auch Ausnahmen, bspw. Seiten 133, 303). So manches Motiv wird regelmäßigen rth.info-Lesern bekannt vorkommen, aber der Autor schafft es auch in der zweiten Auflage, mit tollen, bislang wenig bekannten und stets passend ausgewählten Motiven zu beeindrucken.

Das Buch in alter und neuer Auflage

Das Buch in alter und neuer Auflage

Foto: Patrick Permien

Update 7.11.: Link korrigiert – danke an die Hinweisgeber.
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Autor(en)
PPR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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