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Neue Rettungshelikopter für die Rega

23.06.2018

Zürich (CH) ::  Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega nahm [am] 21. Juni 2018 in Donauwörth (D) die ersten zwei von insgesamt sechs neuen Rettungshelikoptern vom Typ H145 des deutsch-französischen Herstellers Airbus Helicopters entgegen. Die Rettungshelikopter der neuesten Generation wurden 2016 bestellt und die ersten beiden nehmen diesen Herbst auf den Mittellandbasen Bern und Basel ihren Dienst auf.

Der erste von sechs H145 startet zu seinem Überführungsflug in die Schweiz

Bis Mitte 2019 ersetzt die Rega ihre gesamte Mittellandflotte, bestehend aus sechs Rettungshelikoptern vom Typ Airbus Helicopters EC 145, mit dem Nachfolgemodell H145.

Im Rahmen einer kleinen Zeremonie wurden die beiden neuen Rega-Helikopter vom Typ H145 im Airbus-Werk im deutschen Donauwörth heute kurz vor Mittag einer Rega-Delegation, darunter Stiftungsratspräsident Ulrich Graf und CEO Ernst Kohler, übergeben. Bevor die neuen Rega-Helikopter zu ihren ersten Rettungseinsätzen starten können, stehen in der Schweiz noch Arbeiten am medizinischen Innenausbau sowie die entsprechenden Zertifizierungen durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) an. Voraussichtlich im Oktober wird der erste H145-Helikopter auf der Einsatzbasis Bern seinen Dienst aufnehmen. Wenig später folgt die Übergabe des zweiten Helikopters an die Basis Basel und bis Mitte 2019 werden auch die Crews der Basen Zürich und Lausanne ihre Einsätze mit dem Rettungshelikopter fliegen.

Ersatzbeschaffung nach 15 Jahren und 60.000 Patienten

Die Rega beschafft insgesamt sechs H145 als Ersatz für die aktuelle Mittellandflotte des Typs Airbus Helicopters EC 145, welche seit 2003 auf den Mittellandbasen Bern, Basel, Zürich und Lausanne im Einsatz stehen. Die sechs EC 145 bewähren sich seit 15 Jahren als zuverlässige und vielseitige Rettungshelikopter und haben bis heute rund 60.000 Patienten die dringend benötigte medizinische Hilfe aus der Luft gebracht. Unter anderem aufgrund der ausgezeichneten Erfahrungen setzt die Rega nun auf den H145, das Nachfolgemodell des EC 145. Rega-CEO Ernst Kohler: «Mit dem H145 führen wir eine Erfolgsgeschichte fort und stellen sicher, dass wir unseren Patientinnen und Patienten auch in den nächsten Jahren zuverlässig und professionell zu Hilfe kommen können.» Für die sechs Helikopter inklusive medizinischer Ausrüstung investiert die Rega rund 52 Millionen Franken.

H145 – ein Rettungshelikopter der neuesten Generation

Der H145 ist im Vergleich zu seinem Vorgängermodell EC 145 deutlich leistungsstärker, was die Sicherheit im Einsatz zusätzlich erhöht. Im Bereich der Avionik und Navigation ist der zweimotorige H145 auf dem neuesten Stand der Technik, verfügt über einen 4-Achsen-Autopilot und kann dank modernster Avionik auch satellitengestützte Anflugverfahren äußerst präzise fliegen. Mit seiner geräumigen Kabine ist er prädestiniert für intensivmedizinische Spezialtransporte, wie zum Beispiel mit einer Herz-Lungen-Maschine oder einem Transportinkubator für Frühgeborene.

Kleine redaktionelle Anpassungen

Wir haben einige Textpassagen von den schweizerischen an deutsche Lesegewohnheiten angepasst.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung des REGA Mediendienstes vom 21.6.18
Quelle(n):
rega.ch und bit.ly/2MQNMHH

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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