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1988-2018: 30 Jahre Luxembourg Air Rescue

27.04.2018

Luxemburg-Stadt (LUX) ::  Die Luxemburger Rettungsflugwacht (Luxembourg Air Rescue – LAR) wird in diesem Jahr 30 Jahre jung. Vor 30 Jahren, am 18. April 1988, von René Closter und einer Handvoll Enthusiasten und mit Unterstützung der Deutschen Rettungsflugwacht e. V. unter ihrem Präsidenten Siegfried Steiger gegründet, ist die LAR mit rund 185.000 Mitgliedern heute die größte Vereinigung im Großherzogtum. 175 Mitarbeiter kümmern sich um die hochmoderne, aus insgesamt sechs Helikopter vom Typ MD 900/902 und fünf Learjets bestehende Flotte.

Am 15. April 2018 war der “Air Rescue 3“ der LAR im Ferienpark Hochwald bei Kell am See im Einsatz als schneller Notarztzubringer

Am 15. April 2018 war der “Air Rescue 3“ der LAR im Ferienpark Hochwald bei Kell am See im Einsatz als schneller Notarztzubringer

Foto: Andreas Hoppe

Neben weltweiten Rückholungen (2017 war die LAR mit den Learjets auf 811 Missionen in 83 Ländern im Einsatz) wurden die Rettungshelis der LAR im vergangenen Jahr auch zu rund 1.700 Luftrettungseinsätzen alarmiert, davon knapp 1.000 Einsätze im benachbarten Deutschland (Rheinland-Pfalz und Saarland).

Am 2. August 2012 brachte der “Air Rescue 3“ der LAR einen Patienten zur BG Klinik Ludwigshafen

Am 2. August 2012 brachte der “Air Rescue 3“ der LAR einen Patienten zur BG Klinik Ludwigshafen

Foto: Jörn Fries

“Air Rescue 1“ der LAR zeigte im August 2006 auf dem Messegelände in Trier anlässlich einer Übung sein Können

“Air Rescue 1“ der LAR zeigte im August 2006 auf dem Messegelände in Trier anlässlich einer Übung sein Können

Foto: Jörn Fries

Die LAR wird das 30-jährige Jubiläum Ende Mai mit einem Festakt auf ihrer Basis am Luxemburger Flughafen Findel feiern. Am Donnerstag, den 21. und am Donnerstag, den 28. Juni jeweils ab 15 Uhr haben dann auch Interessierte die Möglichkeit, hinter die Kulissen der LAR zu schauen. Noch bis zum 11. Juni kann man sich per E-Mail an redaction@lar.lu für eine der beiden Führungen durch das neue LAR-Zentrum am Flughafen Findel anmelden. Allerdings ist das Kontingent jeweils auf 25 Teilnehmende beschränkt. Das Mindestalter beträgt zehn Jahre. Die Führung wird auf Letzebuergesch/Luxemburgisch sein. Weitere Informationen zu den Führungen (im Französischen als “mini porte ouverte“ bezeichnet) entnehmen Sie bitte dem Link im Kontextbereich dieser News.

Autor(en)
Jörn Fries
Wir danken für Unterstützung:
Frau Antje Voss von der Luxembourg Air Rescue (LAR) für die Zurverfügungstellung der aktuellen Einsatzzahlen

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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