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[APRILSCHERZ] “Flying Dentist“: Johanniter Luftrettung und KZV Westfalen-Lippe starten Pilotprojekt

01.04.2018

Münster/Marl (NRW) ::  Zu Beginn des zweiten Quartals starten Johanniter Luftrettung und Kassenzahnärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KZVWL) ein interessantes Pilotprojekt unter dem Namen “Flying Dentist“. Ab sofort kommt mittwochnachmittags, am Wochenende und an Feiertagen der Zahnarzt bzw. Kieferchirurg jetzt auch in eiligen Notfällen nach Hause. Angefordert werden kann der “fliegende Zahnarzt“ im Vertragsgebiet der KZVWL über die Rufnummer 116117 des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes. Das Angebot ergänzt den Kassenärztlichen Notdienst in Westfalen-Lippe, dessen Fahrdienst bereits seit Jahren von den Johannitern betrieben wird. Eine Ausweitung auf das Vertragsgebiet der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein (KZVNR) ist geplant, aber noch nicht terminiert.

Zum Einsatz kommt eine Robinson R44, die von HeliFlight zur Verfügung gestellt wird. Der Helikopter ist mit einem Piloten und einem Zahnarzt bzw. Kieferchirurgen besetzt. Stationiert ist die Maschine am Verkehrslandeplatz Loemühle in Marl (EDLM).

Das Pilotprojekt startet am heutigen Ostersonntag, den 1. April 2018 und endet am Mittwoch, den 31. Oktober 2018. Die Kosten tragen beide Partner jeweils hälftig, eine finanzielle Förderung durch das zuständige Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen ist zwar beantragt, aber noch nicht genehmigt.

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Autor(en)
Jörn Fries

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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