Direkt zum Inhalt...

rth.info

Faszination Luftrettung

rth.info - Faszination Luftrettungzur Startseite


DRF für Baden Airpark

25.11.2002

Baden-Baden (BWÜ) ::  Angesichts der aktuellen Debatten um die ungewisse Zukunft des Baden-Airparks hat die DRF nunmehr gegenüber dem Vorstand des Baden-Airparks am 25.11.2002 ihre "positive Haltung" zu diesem Regionalflughafen kundgetan.

Seit 1999 verfügt die DRF am Baden-Airpark über ein sogenanntes "Operation- Center". Das Operation-Center der DRF besteht aus einem Verwaltungsgebäude, einem Flugzeughangar und einer großen Werfthalle, in der alle RTH und ITH sowie die Ambulanzjets der DRF repariert und gewartet werden. Die DRF operiert mit ihren drei Ambulanzjets ausschließlich vom Baden- Airpark aus. Dort haben sie ihren Stützpunkt; von dort aus starten sie ihre Krankentransportflüge. Meist geht es um Rückholungen von schwer erkrankten Personen deutscher Staatsangehörigkeit aus Urlaubsgebieten.

Wie die DRF verkündete, sei sie "mit den Rahmenbedingungen zur Durchführung des Flugbetriebes am Baden-Airport sehr zufrieden." Zudem wurde die gute Koordination und die Flexibilität u.a. der Flugsicherung u.ä. gelobt:

"Den speziellen Anforderungen in der operationellen Flugdurchführung von Ambulanzflügen im Langstreckenbereich, wie z. B. kurzfristige Platzöffnungen, Änderungen der Start oder Landezeit sowie kurze Vorlaufzeiten für Flüge mit einer hohen medizinischen Dringlichkeit, kann in vollem Maße entsprochen werden. In den vergangenen Jahren konnte die DRF die Anzahl ihrer weltweiten Rettungseinsätze kontinuierlich steigern. Auch für die kommenden Jahren erwartet die DRF unter den jetzigen Betriebsbedingungen eine entsprechend positive Entwicklung."

1999 hatte die DRF das Center unter großem finanziellen Aufwand vom Flugplatz Baden-Oos zum Baden-Airpark verlegt. Die DRF könne die dabei entstandenen Kosten nur als sinnvoll angelegt betrachten, wenn das Center noch längere Jahre bestehen bleibt. Jetzt, so die DRF zur Presse, müssten 55 "hochqualifizierte Angestellte" der DRF um ihren Arbeitsplatz fürchten. Sollte der Airpark geschlossen werden, so könne die DRF den Betrieb des Centers nicht fortführen. Sollte ein neuerlicher, kurzfristiger Umzug nötig werden, so sei die Einsatzbereitschaft der DRF unter Umständen teilweise gefährdet.

Die DRF müsse das Operation-Center auch verlegen, wenn es "nur" zu einer Rückstufung des Status des Airparks käme.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
PPR

Info-Abschnitt überspringen

Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

Alle Fachbegriffe...