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Christoph 25: Neuer provisorischer Landeplatz am Diakonie Klinikum in Betrieb

08.06.2017

Siegen (NRW) ::  Am Heimatkrankenhaus des Rettungshubschraubers “Christoph 25“, dem Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen, haben vor Kurzem umfangreiche Bauarbeiten begonnen. Diese haben auch Auswirkungen auf den Betrieb des Luftrettungszentrums. So wurde zunächst im April zwischen Verwaltungsgebäude und dem eigentlichen Krankenhaus ein dreigeschossiger Anbau errichtet. Diesem folgt demnächst die Aufstockung des benachbarten Krankenhaustraktes um mehrere Stockwerke. Auf dem dortigen Dachlandeplatz landeten bisher “Christoph 25“ sowie auswärtige Rettungs- (RTH) und Intensivtransporthubschrauber (ITH), wenn sie einen Patienten zum Diakonie Klinikum brachten bzw. dort abholten. Dieser ist für längere Zeit nicht mehr nutzbar. Nach Abschluss der Arbeiten soll auf dem Neubau allerdings wieder ein neuer Dachlandeplatz errichtet werden.

Anfang Juni verlässt “Christoph 25“ das Helipad ...

Anfang Juni verlässt “Christoph 25“ das Helipad ...

Foto: Jörn Fries

... und schwebt zum neuen Start- und Landeplatz, ...

... und schwebt zum neuen Start- und Landeplatz, ...

Foto: Jörn Fries

... und verlässt diesen dann schnell in Richtung Notfallort.

... und verlässt diesen dann schnell in Richtung Notfallort.

Foto: Jörn Fries

Für die Bauphase wurde der Bereich um den Hangar des ADAC-Luftrettungszentrums, der sich beim Verwaltungstrakt des Klinikums befindet, ertüchtigt, damit dieser während der Übergangszeit als Start- und Landeplatz für “Christoph 25“ und die auswärtigen RTH und ITH dienen kann. Bereits im März wurden im Vorfeld der Ausbauarbeiten einige Bäume rund um das Luftrettungszentrum gefällt. Während der Baumfäll- und der Ertüchtigungsarbeiten war “Christoph 25“ auf dem Dachlandeplatz stationiert.

Anfang März wurden im Bereich des ADAC-Luftrettungszentrums einige Bäume gefällt

Anfang März wurden im Bereich des ADAC-Luftrettungszentrums einige Bäume gefällt

Foto: Jörn Fries

Während der Baumfällarbeiten ...

Während der Baumfällarbeiten ...

Foto: Jörn Fries

... war “Christoph 25“ auf dem alten Dachlandeplatz stationiert

... war “Christoph 25“ auf dem alten Dachlandeplatz stationiert

Foto: Jörn Fries

Die Bauarbeiten am neuen Landeplatz konnten planmäßig Ende Mai beendet werden. Allerdings gab es Mitte Mai eine ungeplante Störung: Auf dem Dachlandedeck des Krankenhauses waren am 12. Mai von der Besatzung eines auswärtigen Rettungshubschraubers Schäden entdeckt worden, die in der Folge weitere sichere Starts und Landungen unmöglich machten. Wie der Diakonie-Pressesprecher auf Anfrage der “Siegener Zeitung“ bestätigte (siehe Weblink im Kontextbereich dieser News), hatten sich handtellergroße Verbundsteine aus der gepflasterten Oberfläche gelöst. Versuche, die Schäden mit Beton zumindest vorübergehend zu beheben, waren fehlgeschlagen. “Christoph 25“ musste für einige Tage tagsüber an den Segelflugplatz Eisenhardt verlegt werden. In den dienstfreien Nachtstunden war er auf dem Siegerlandflughafen bei Burbach in einem Hangar untergebracht. Patienten konnten vorübergehend nicht per Luftrettungsmittel ins Diakonie Klinikum transportiert werden.

Gut zu erkennen: der neue Landeplatz (vorne) und der Hangar des “Christoph 25“ (hinten)

Gut zu erkennen: der neue Landeplatz (vorne) und der Hangar des “Christoph 25“ (hinten)

Foto: Jörn Fries

Im Hintergrund sieht man den langjährigen Dachlandeplatz, der nun überbaut wird

Im Hintergrund sieht man den langjährigen Dachlandeplatz, der nun überbaut wird

Foto: Jörn Fries

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Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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