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25 Jahre Luftrettung in Bad Berka

08.04.2017

Bad Berka (THÜ) ::  Ein kleines Kind verbrüht sich schwer und muss noch in der Nacht in eine Spezialklink für Brandverletzte geflogen werden. Ein Einsatz für „Christoph Thüringen“, denn er ist der einzige Hubschrauber in Thüringen, der rund um die Uhr einsatzbereit ist. Am Samstag wurde die Station in Bad Berka 25 Jahre alt.

„Unsere Einsatzzahlen zeigen, dass wir gebraucht werden in der Region“, unterstreicht Stationsleiter Michael Jansen. „Am Anfang wurde der Hubschrauber rund 360-Mal im Jahr alarmiert. Heute leisten wir jedes Jahr über Tausend Einsätze. Rund drei Viertel davon sind dringende Transporte von Intensiv-Patienten in Spezialkliniken, beispielweise für eine lebensrettende Herzoperation. Auch Einsätze mit frühgeborenen Kindern im Brutkasten, einem sogenannten Inkubator, führen wir durch.“

Zur Crew gehören tagsüber ein, nachts zwei Piloten, ein Notarzt und ein Rettungsassistent. Seit zwei Jahren setzen die Luftretter in Bad Berka einen hochmodernen Hubschrauber des Typs EC 145 ein. Seitdem nutzen die Piloten bei ihren nächtlichen Einsätzen auch Nachtsichtbrillen, die es ihnen erlauben Landeplätze detailliert zu erkunden und unvorhergesehenen Wetterbedingungen, z.B. tiefen Wolken, frühzeitig auszuweichen. Durchschnittlich ein Drittel ihrer Einsätze leisten die Besatzungen in der Nacht. „Christoph Thüringen“ wird hauptsächlich in Thüringen alarmiert, aber auch in benachbarte Bundesländer.

Am 1. April 1992 wurde „Christoph Thüringen“ in Kooperation mit dem ASB Erfurt als Intensivtransporthubschrauber am Flughafen Erfurt stationiert. Er war der erste Hubschrauber in den neuen Bundesländern, der auch nachts im Einsatz war. Vier Jahre später erfolgte der Umzug an das Zentralklinikum Bad Berka.

Autor(en)
Original Pressemitteilung der DRF Luftrettung
Quelle(n):
DRF Luftrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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