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Johanniter Luftrettung: Erster Spotterday in Gießen

28.06.2016

Gießen (HES) ::  Am Luftrettungszentrum in der Gießener Lahnstraße fand am Samstag, den 18. Juni von 17 bis 22 Uhr der erste „Spotterday“ der Johanniter Luftrettung statt. Als Spotter (von engl. to spot) werden Menschen bezeichnet, die sich mit der gezielten Beobachtung von Objekten und auch deren Fotografie beschäftigen.

Die Veranstaltung wurde rund zwei Wochen im Voraus auf Facebook, unter anderem auf der neuen offiziellen Seite der Johanniter Luftrettung, publik gemacht. Den interessierten Spottern wurde somit die Möglichkeit eingeräumt, sich zu registrieren und an der Veranstaltung teilzunehmen. Bis zum Anmeldeschluss am Dienstag, den 14.6. konnten die Organisatoren rund um den Gießener Stationsleiter Markus Ortner rund 40 Anmeldungen verzeichnen.

Die Veranstaltung war bis 22 Uhr angesetzt und bewusst so spät gewählt, um einige spektakuläre Aufnahmen in der Dämmerung zu ermöglichen. Ganz nach Murphys Gesetz flog der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Gießen“ jedoch kurz vor dem Startschuss einen Einsatz und stand so zunächst für Fotos nicht zur Verfügung.

So hatten die Anwesenden zunächst die Möglichkeit, sich am Buffet zu stärken und einen Blick in die Stationsräumlichkeiten zu werfen. Zudem standen einige Crewmitglieger zur Verfügung, welche geduldig viele Fragen zu ihrer Arbeit in der Luftrettung beantworteten.

Gegen 18 Uhr konnten dann zum ersten Mal die Kameras gezückt werden – der am Flugplatz Reichelsheim stationierte Helikopter „Christoph Mittelhessen“ war im Anflug auf die Station in Gießen und setzte zwischen zwei Einsätzen kurz auf der Plattform der Station auf. Rund 2,5 Stunden später wurde dann per Funk die Landung von „Christoph Gießen“ angekündigt. Dieser absolvierte zunächst einen langsamen Überflug und schwebte einige Sekunden über der Station, bevor auch er auf der Plattform landete.

Die Johanniter Luftrettung freute sich über die zahlreichen Besucher, welche mit spektakulären und teils hochprofessionellen Bildern die Arbeit der Luftrettung nennenswert ins Bewusstsein der Öffentlichkeit brachten.

Autor(en)
Stephanie Zimmermann
Tobias Klein
Quelle(n):
Johanniter Luftrettung Gießen

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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