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„Christoph 41“ seit 30 Jahren in Leonberg

17.06.2016

Leonberg (BWÜ) ::  Am 1. Juni 1986 startete „Christoph 41“ zum ersten Mal von der Station Leonberg. Seither wurden die Piloten, Notärzte und Rettungsassistenten der DRF Luftrettung über 40.000-mal alarmiert. Heute würdigte die Station drei Jahrzehnte rot-weiße Luftrettung mit einem Festakt.

Zum 30-jährigen Jubiläum der Station Leonberg empfingen Dr. Hans Jörg Eyrich (1. v. l.) und Steffen Lutz (4. v. l.), Vorstand der DRF Luftrettung, zahlreiche Ehrengäste aus Gesellschaft, Politik und Verwaltung

Zum 30-jährigen Jubiläum der Station Leonberg empfingen Dr. Hans Jörg Eyrich (1. v. l.) und Steffen Lutz (4. v. l.), Vorstand der DRF Luftrettung, zahlreiche Ehrengäste aus Gesellschaft, Politik und Verwaltung

Foto: DRF Luftrettung

Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung, begrüßte rund 80 Gäste aus Politik, Klinikwesen und Rettungsdienst, lobte die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit allen Partnern vor Ort und erzählte von der Erfolgsgeschichte der Station. Als wichtige Meilensteine nannte er die Indienststellung einer der beiden weltweit ersten Maschinen des Typs EC 135 im Jahr 1996 und den Neubau des Stationsgebäudes 2013. Auf die Zukunft blickend forderte er das Land auf, angesichts des offensichtlich bestehenden Bedarfs die Einführung des Nachtflugs in Baden-Württemberg nachdrücklicher voranzutreiben. Die Kostenträger mahnte er, ihre ablehnende Haltung aufzugeben und die Einrichtung von Nachtflugstationen zu finanzieren.

Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung, würdigte in seiner Rede die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit in 30 Jahren Stationsgeschichte mit allen Partnern vor Ort

Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung, würdigte in seiner Rede die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit in 30 Jahren Stationsgeschichte mit allen Partnern vor Ort

Foto: DRF Luftrettung

Hermann Schröder, Ministerialdirigent im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, überbrachte Grüße und Glückwünsche des Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenministers Thomas Strobl. Er wies darauf hin, dass an jedem der über 40.000 Einsätze seit Gründung der Station ein Schicksal hänge und immer der Mensch im Zentrum allen Handelns stehen müsse. Er unterstrich, dass es auch im Interesse des Landes liege, die Luftrettung in der Zukunft weiterzuentwickeln. Das Land verfolge mit Nachdruck das Ziel, die notfallmedizinische Versorgung der Menschen im Land auch in der Nacht optimal aufzustellen.

Roland Bernhard, Landrat des Landkreises Böblingen, machte deutlich, dass „Christoph 41“ eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung in der Region spiele. Er unterstrich die sehr gute Zusammenarbeit und Verzahnung aller im Rettungsdienst Aktiven und bekräftigte den Willen des Landkreises, die Weiterentwicklung des Rettungsdiensts in der Region voranzutreiben.

Der Oberbürgermeister der Stadt Leonberg, Bernhard Schuler, betonte, wie wichtig die Station für die Stadt und das Umland sei. Er sicherte die nachhaltige Unterstützung durch die Kommune auch für die Zukunft zu. Klaus Neumann, Referatsleiter Fahrtkosten und Rettungsdienst der AOK, Martin Loydl, Geschäftsführer des Klinikverbundes Südwest und Prof. Dr. Andreas Walther, Ärztlicher Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des Katharinenhospitals in Stuttgart würdigten die langjährige gute Zusammenarbeit und unterstrichen ihren Wunsch, diese auch in Zukunft am Standort Leonberg fortzusetzen.

Die Leonberger Luftretter

Täglich fliegt der rot-weiße Hubschrauber von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang zu oft lebensrettenden Einsätzen. Besonders häufig werden die Leonberger Luftretter zu Herzinfarkten und Schlaganfällen gerufen. Angefordert wird „Christoph 41“ in den Landkreisen Böblingen, Stuttgart, Rems-Murr, Schwäbisch-Hall, Heilbronn, Göppingen, Ludwigsburg, Pforzheim, Calw, Tübingen, Reutlingen und Esslingen. Bereits seit 1973 setzt die gemeinnützig tätige DRF Luftrettung im Großraum Stuttgart einen Hubschrauber für Rettungseinsätze ein. Zunächst startete die Maschine unter anderem von Ruit, Böblingen, Ludwigsburg und Marbach aus, 1986 erfolgt dann die Stationierung in Leonberg.

Ist seit nunmehr 30 Jahren in Leonberg stationiert: der RTH “Christoph 41“ (hier die EC 135 mit dem Kenner D-HDRB)

Ist seit nunmehr 30 Jahren in Leonberg stationiert: der RTH “Christoph 41“ (hier die EC 135 mit dem Kenner D-HDRB)

Foto: Jörn Fries

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Original-Pressemitteilung der DRF Luftrettung vom 17. Juni 2016

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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