Direkt zum Inhalt...

rth.info

Faszination Luftrettung

rth.info - Faszination Luftrettungzur Startseite


Christoph 22: Eine Ära geht zu Ende

22.05.2015

Ulm (BWÜ) ::  Wie aktuell auf der Internetpräsenz www.traumateam.de zu lesen ist, wird die BK 117 B2 mit der Kennung D-HBND zwölf Jahre nach ihrer Einführung am 01.04.2003 als “Christoph 22“ Ulm verlassen. Die den Ulmern lieb gewordene Maschine hat noch gut 20 Flugstunden vor dem anstehenden Werft-Termin vor sich, bevor auch sie nach Neuseeland verschifft wird (rth.info berichtete hierüber).

Aufgrund steigender Anforderung der Luftrettung und durch die Einstellung der Produktion der BK 117 in Europa im Jahre 2005 werden diese sukzessive von der ADAC Luftrettung gGmbH durch neue Maschinen ersetzt. Bis zur Auslieferung des Nachfolgemusters H 145 (EC 145 T2), die allerdings noch einige Monate auf sich warten lässt, werden in Ulm verschiedene andere Hubschrauber eingesetzt werden.

Nach gut 30 Jahren Dienst in der Luftrettung, davon zwölf Jahre in Ulm, ist es nun Zeit für die BK 117 “Good Bye“ zu sagen und sich auf neue Herausforderungen einzustellen.

Autor(en)
Michael Schaufler

Info-Abschnitt überspringen

Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

Alle Fachbegriffe...