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Ab dem 1. Oktober fliegen Dänemarks RTH

25.09.2014

Kopenhagen (DK) ::  Ab dem 1. Oktober wird es auch bei unseren nördlichen Nachbarn Dänemark eine flächendeckende Luftrettung geben - und zwar im 24-Stunden-Betrieb. Dann stehen in Ringsted, Skive und Billund drei Rettungshubschrauber (RTH) der Nordic Air Ambulance A/S, ener Tochter der norwegischen Norsk Luftambulanse A/S, zur Verfügung. Die offizielle Einweihung wird der dänische Gesundheitsminister Nick Hækerup (Soz.) am 30. September in Billund vornehmen.

In Ringsted war seit 2010 bis zum Jahreswechsel 2013/2014 probeweise ein RTH der DRF Luftrettung stationiert. Zusammen mit dem dänischen Rettungsdienstbetreiber Falck A/S hatte die DRF Luftrettung mit diesem Standort Aufbauarbeit für das jetzt in Betrieb gehende dänische Luftrettungsnetz geleistet. In Zusammenarbeit mit Falck A/S wurde am 1. Januar 2014 in Ringsted übergangsweise eine EC 145 der Scandinavian Air Ambulance (SAA) stationiert, die die kurzfristig entstandene Lücke bis zum 30. September 2014 füllen sollte.

Die DRF Luftrettung ist auch künftig in Dänemark aktiv: Der in Niebüll stationierte RTH “Christoph Europa 5“ der DRF Luftrettung wird nun doch weiterhin auch in Dänemark eingesetzt (rth.info berichtete) - allerdings ist diese Kompromisslösung vorerst bis zum 31. Dezember 2015 befristet. Darauf hätten sich die Ausschussmitglieder des süddänischen Regionalparlaments vor wenigen Tagen geeignet, schreibt das “Nordfriesland-Tageblatt“ in seiner Printausgabe vom 19. September.

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Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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