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500 Einsätze mit EC 145

27.02.2004

Mainz (RPF) ::  Stolze 500 Einsätze hat man am Luftrettungszentrum Mainz geflogen, seit dort der neue Hubschrauber vom Typ EC 145 stationiert worden ist (rth.info berichtete im Jahr 2003). Das berichtete heute (27.02.2004) der "Wiesbadener Kurier". Siebzig Prozent der Einsätze, die man mit dem neuen Hubschrauber-Baumuster vom Mainzer Universitätsklinikum geflogen habe, seien primäre Rettungsflüge gewesen. Die restlichen Einsätze sind demzufolge auf interklinische Patienten-Verlegungsflüge (Sekundärtransporte) entfallen.

Eines der großen Probleme der Luftrettungs-Station in Mainz ist und bleibt, dass Anwohner aus der Nachbarschaft gegen den Fluglärm auf die Barrikaden gehen. Doch auch da habe sich die Situation gebessert, so der Kurier. Die Beschwerden hätten, so der Stationsleiter, seit der Nutzung der EC 145 deutlich nachgelassen. Um jedoch den Klagen der Anwohner und dem Ruhebedürfnis der Krankenhaus-Patienten in einem Hochhaus neben dem jetzigen Landeplatz Rechnung zu tragen, ist für den Hubschrauber ein Dachlandeplatz auf einem Gebäude der Klinik vorgesehen (rth.info berichtete ebenfalls). Jetzt wurde der o.g. Zeitung ein etwas konkreterer Zeitrahmen dafür genannt:

"Eva-Maria Wagner, Sprecherin der Uni-Klinik, rechnet schon ab 2007 mit dem neuen Landeplatz. Er soll auf das Dach eines bis dahin zu errichtenden neuen Hochhauses für Bluttransfusionsmedizin und Labors. Es soll zwischen jetziger Chirurgie und der Klinik-Apotheke entstehen. Ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums bestätigt, dass die Bauplanungen schon 'in vollem Umfang' laufen", schrieb der "Wiesbadener Kurier". Nach wie vor sind sich Klinik, Politik und Luftretter einig: Der Flugbetrieb soll am Krankenhaus aufrecht erhalten bleiben, da eine Verlegung etwa an einen Flugplatz einen weitaus weniger effizienten und praxisgerechten Betrieb implizieren würde.

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Quelle(n):
Wiesbadener Kurier

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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