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Neue REGA-Basis in Zweisimmen

29.12.2013

Zweisimmen (CH) ::  Vor etwa einem Monat wurde eine neue Luftrettungsstation mit Doppelhangar in Zweisimmen im Berner Oberland feierlich eröffnet. Nach exakt einem Jahr Bauzeit konnte die neue Basis, welche ein gemeinsames Projekt mit der ortsansässigen Berner Oberländer Helikopter AG (BOHAG) ist, am 21. November für den Einsatzdienst freigegeben werden. Dort stationiert sind der Rettungshubschrauber der REGA mit dem Rufnamen „Rega 14“ sowie ein Hubschrauber der Swiss Helicopter AG, welche den Flugbetrieb der BOHAG übernimmt und Transportaufträge im westlichen Berner Oberland durchführt. Der RTH Rega 14 leistet in Zweisimmen jährlich vom 30. November bis einer Woche nach Ostern den Einsatzdienst, zudem ist er im Sommer auch an schönen Wochenenden verfügbar.

Bereits seit 26 Jahren pflegen die beiden Organisationen in Zweisimmen eine Partnerschaft. Bis 2008 hatte die REGA eine Alouette III an die BOHAG für Rettungsflüge vermietet, bis sie diese Tätigkeit wieder selbst übernahm. Auch geplant und realisiert wurde die neue Basis in enger Zusammenarbeit beider Organisationen, die nun ihre Tätigkeiten vor Ort unabhängig voneinander ausüben können.

Während der Baumaßnahmen waren die Besatzungen in Provisorien untergebracht. Ein alter Militärhangar diente bis zum Abriss als Stationsgebäude.

Wir wünschen der Crew stets angenehme Dienste auf der neuen Station und weiterhin „many happy landings“.

Autor(en)
MST

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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