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Bundestag verabschiedet Notfallsanitätergesetz

01.03.2013

Berlin (BLN) ::  Am späten Donnerstagabend (28.02.2013) hat der Deutsche Bundestag mit den Stimmen der anwesenden Abgeordneten der Koalitionsfraktionen und bei Enthaltung der Opposition dem Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters (Notfallsanitätergesetz - NotSanG) sowie weiterer Verordnungen in 2. und 3. Beratung zugestimmt (zur Debatte vgl. Link im Kontextbereich dieser News). Der zuständige Gesundheitsausschuss hatte einen Tag zuvor noch acht Änderungsanträge der Regierungskoalition zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 28.11.2012 eingebracht. Vier weitere Anträge der Opposition wurden hingegen abgelehnt.

Kernpunkte des nun verabschiedeten Gesetzes sind: Verlängerung der Ausbildung von zwei auf drei Jahre, Wegfall des Schulgeldes und Einführung einer Ausbildungsvergütung sowie klarere Regelung der Kompetenzen des nichtärztlichen Rettungsfachpersonals. Auch sollen Theorie und Praxis während der Ausbildungsphase stärker miteinander vernetzt werden.

Die Vorlage wird jetzt noch von den zuständigen Ausschüssen des Bundesrates beraten. Anschließend muss der Bundesrat dieser noch zustimmen und der Bundespräsident das Gesetz unterschreiben. Es soll dann zum 01.01.2014 in Kraft treten.

Überraschenderweise tritt das derzeit gültige Rettungsassistentengesetz, das am 10.07.1989 verabschiedet wurde und seit dem 01.09.1989, zuletzt in der Fassung vom 02.12.2007 gilt, nicht bereits zum 31.12.2013 außer Kraft, sondern aus Gründen der Rechtsklarheit und Rechtssicherheit erst am 31.12.2014.

Es wird nun erwartet, dass die für den Rettungsdienst zuständigen Bundesländer ihre Rettungsdienstgesetze und -verordnungen ebenfalls zeitnah ändern werden. Insbesondere bei der gesetzlich geregelten Besetzung von Rettungsmitteln werden die künftigen Notfallsanitäter wohl die bisherigen Rettungsassistenten ersetzen - zumindest bei der Benennung von Mindestqualifikationen! Ab dem Jahr 2017 dürfte es somit auch die ersten Notfallsanitäterinnen und -sanitäter als HEMS Crew Member in der bundesdeutschen Luftrettung geben.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Jörn Fries
Quelle(n):
http://www.bmg.bund.de/ministerium/presse/pressemitteilungen/2013-01/notfallsanitaetergesetz-beschlossen.html vom 01.03.2013

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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