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Northern HeliCopter

Die Northern HeliCopter GmbH ist im Offshore-Geschäft an der Nord- und Ostseeküste tätig. Im Zuge dieser Aktivitäten bietet das Unternehmen auch einen Ambulanzflugdienst an. Diesen führt sie mit Hubschraubern vom Typ SA 365 aus.

NHC-Bereitschaftsmaschine in Emden mit Seil-Rettungswinde

NHC-Bereitschaftsmaschine in Emden mit Seil-Rettungswinde

Foto: Björn Chmielecki

Das Unternehmen NHC

Die Northern HeliCopter GmbH ist seit April 2019 ein Unternehmen der DRF Luftrettung. Vormals gehörte NHC zu je 50 % zur Ostfriesischen Lufttransport GmbH (OLT) und der Norderland Projekt / Northern Energie Unternehmensgruppe.
Die Firma Northern HeliCopter GmbH ging aus dem Unternehmen TeutoAir Lufttransporte GmbH hervor, das in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) bereits Ambulanzhubschrauber vorgehalten hatte.

SA 365 als Ambulanzhubschrauber der NHC kurz vor Dienstschluss

SA 365 als Ambulanzhubschrauber der NHC kurz vor Dienstschluss

Foto: Björn Chmielecki

Tätigkeitsspektrum

Seit 2008 ist der Hauptsitz der Northern HeliCopter GmbH am Flugplatz in Emden. Im Oktober 2008 übernahm NHC den Ambulanzflugbetrieb mit Hubschraubern von den ostfriesischen Inseln zum Festland. 2011 war NHC das erste private Luftrettungsunternehmen, das Offshore-Rettungsflüge für die Windparks in der Deutschen Bucht als Werksrettungsdienst mit ausschließlich dafür vorgesehenen Rettungshubschraubern durchführte. Das Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Offshore-Rettungsflüge

Northern HeliCopter operiert mit sechs Hubschraubern. Drei Hubschrauber stehen für die Offshore-Rettung als Rettungshubschrauber bereit. 2014 wurde neben dem Firmensitz in Emden eine Basis in St. Peter-Ording für die Nordsee geschaffen. Am 1. Januar 2018 übernahm NHC von der DRF Luftrettung die Offshore-Basis in Güttin auf Rügen, um die Anflugzeit zu den Ostsee-Windparks in der Ausschließlichen Deutschen Wirtschaftszone signifikant zu reduzieren.

Anforderungen der NHC-Hubschrauber für solche Offshore-Rettungsflüge laufen über die „Notfall-Leitstelle Offshore-Windparks“. Diese Leitstelle wird von der Gesellschaft für Maritimes Notfallmanagement mbH betrieben; dies ist ein Unternehmen der DGzRS in Bremen. Die Leitstelle hat ihren Sitz im MRCC der DGzRS in Bremen.

Der NHC-Ambulanzhubschrauber

NHC betreut zusätzlich zu den werksrettungsdienstlich genutzten Hubschraubern (siehe oben) auch eine Ambulanzhubschrauber-Station in Emden, die täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang in Bereitschaft steht. Die Ostfriesischen Inseln können je nach Tide (Wasserstand) und Wetterbedingungen nicht durchgängig von Schiffen angelaufen werden. Wenn Erkrankte oder Verletzte auf medizinische Hilfe angewiesen sind, die auf der jeweiligen Insel nicht erbracht werden kann, werden sie entweder per Schiff oder eben per Hubschrauber in die nächstgelegene geeignete Klinik auf dem Festland gebracht. NHC führt seit 2008 solche Ambulanztransporte von den ostfriesischen Inseln zu den angeschlossenen Krankenhäusern und Kliniken am Festland durch. Die Ausstattung der Maschine entspricht der Norm DIN EN 13718.

Umladen einer Patientin zwischen RTW und AHS

Umladen einer Patientin zwischen RTW und AHS

Foto: Pressefoto der OLT

WINDEAcare

Um auf die ganze Bandbreite möglicher medizinischer Zwischenfälle auf (im Bau oder im Betrieb befindlichen) Offshore-Anlagen adäquat reagieren zu können und den Anforderungen des Arbeitsschutzes genüge zu tun, gibt es ein notfallmedizinisches Versorgungskonzept. Die beteiligten Partner nennen es "WINDEAcare". Die beteiligten Partner sind:

  • NHC
  • WINDEA Offshore GmbH & Co. KG (Joint Venture zum Offshore-Anlagenbau)
  • EMS Maritime Offshore GmbH (Dienstleistungen rund um die Errichtung von Offshore Windparks)
  • IQ.medworks GmbH (Notfallmanagement in Offshore-Windparks)
  • Die Johanniter (Rettungsdienstpersonal und -expertise)
  • Klinikum Oldenburg (Ärztliches Personal und medizinische Expertise)

Zu dem Notfallkonzept gehören unter anderem:

  • Bereithaltung der Rettungsmittel
  • Notrufannahme und Einsatzkoordination
  • Telemetrie
  • Rettung per Schiff
  • Rettung per Hubschrauber
  • Krisenintervention

Letzte Textänderung: 11.08.2019

Derzeit betriebene Standorte

Details zu den Stationen finden Sie in der rth.info-Stationsinfothek!

Name Ort
Northern Rescue 02
Northern Rescue 02
Güttin (auf Rügen)
Northern Rescue 01
Northern Rescue 01
St. Peter Ording
Northern Rescue 02
Northern Rescue 02
Emden
Rettung Wittmund 79-99-1
Rettung Wittmund 79-99-1
Emden
Name Ort

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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