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Heli-Flight

Die Heli-Flight ist einer der kleinen Anbieter der Luftrettung in Deutschland. Mit dem Betrieb eines Intensiv-Transporthubschraubers (ITH) in der hessischen Wetterau ist sie im mitteldeutschen Raum bekannt. Darüber hinaus stellt sie den deutschlandweit einzigartigen Notarzteinsatzhubschrauber (NEH) in Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern.

Einer der Intensivtransporthubschrauber, welche die Heli-Flight fliegt: Christoph Gießen

Einer der Intensivtransporthubschrauber, welche die Heli-Flight fliegt: Christoph Gießen

Foto: Thomas Scholz

Christoph Hessen

Aufgrund der Maschine, die in der deutschen Luftrettung einmalig ist, hat der "Christoph Hessen" eine Unikatsstellung inne. Die Heli-Flight kooperiert mit dem Regionalverband Offenbach-Kinzig der Johanniter-Unfallhilfe, um diesen Intensivtransporthubschrauber (ITH) betreiben zu können.

 

Einsatzmaschine

Der Maschinenpool ist klein: Neben der Stammmaschine "D-HFHE" steht noch die ältere "D-HAAK" als Ersatz bereit, welche jedoch im Regeldienst für die kommerziellen Zwecke der Firma in Betrieb ist. Die Piloten stellt die Heli-Flight.

Alarmierung und Disposition (Einsatzkoordination)

Die "Christoph"-Kennung hat der Reichelsheimer ITH seit 2002 inne. Die Alarmierungen laufen auf seitens der Leitfunkstelle Frankfurt, betrieben von der dortigen Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main. Sie ist gleichzeitig Koordinierungsstelle für Sekundärtransporte (interklinische Patientenverlegungen).

Notärzte

Die Notärzte kommen überwiegend aus der Anaesthesie.

Quelle / siehe auch: ADAC-Stationsatlas 2008/2009 (Details siehe Literaturverzeichnis)

Einsatzzahlen

Da Christoph Hessen auch Transporte über lange Strecken fliegt, sind die Einsatzzahlen - für einen ITH typisch - deutlich unter der 1.000-er Marke. Sie haben sich aber in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert. Hinzu kommt, dass Christoph Hessen nachts in weitem Umfeld der einzige einsatzbereite Rettungshubschrauber ist, der bereitsteht, seit "Christoph 77" aus Mainz den Nachtflugbetrieb eingestellt hat.

Weist bereits die Johanniter Luftrettung prominent als neue "starke Marke" aus: Hubschrauber der Heli-Flight (mit kleiner Heli-Flight-Kennzeichnung am Heck)

Weist bereits die Johanniter Luftrettung prominent als neue "starke Marke" aus: Hubschrauber der Heli-Flight (mit kleiner Heli-Flight-Kennzeichnung am Heck)

Foto: Tobias Klein

Christoph Hessen ist in unserer Stationsinfothek noch genauer beschrieben. Siehe dazu die Links zu den Stationen der Heli-Flight in diesem Artikel.

NEH "Rettung 029-01-82-01"

Ein weiteres bundesweites Unikat stellt die Heli-Flight in Bad Doberan bei Rostock dem Rettungsdienst zur Verfügung: Der Notarzteinsatzhubschrauber (NEH). Dabei handelt es sich um eine sehr kleine Maschine vom Typ Robinson "R 44" mit Kolbenmotor anstelle einer Turbine.

Die Piloten stellt auch hier die Heli-Flight.

Notarzt-Einsatz-Hubschrauber in Bad Doberan

Notarzt-Einsatz-Hubschrauber in Bad Doberan

Foto: Tobias Klein

Der NEH ist allerdings nicht Teil der öffentlich-rechtlichen Luftrettung; er trägt keinen "Christoph"-Rufnamen.

Nichtsdestotrotz: Der NEH fliegt in der überwiegend strukturschwachen Region rund um seinen Standort sehr viele Einsätze. Stolz ist man auf die verschwindend geringe Fehleinsatzquote.

Kein Patiententransport möglich

Im Gegensatz zu üblichen Rettungshubschraubern ist der NEH aufgrund der Abmessungen des Helikopters ein reiner Notarztzubringer. Ein Patiententransport ist nicht möglich. Jeder Einsatz wird zusammen mit einem Rettungsmittel abgewickelt, das die Möglichkeit des Patiententransports bietet.

Merkwürdige Erscheinung, aber stark frequentiert: Der NEH

Merkwürdige Erscheinung, aber stark frequentiert: Der NEH

Foto: Michael Butz (Archiv)

Nachts geht der NEH im Gegensatz zu den Reichelsheimer Kollegen außer Dienst. Den Rettungsdienst stellt in dem Landkreis Rostock die Ambulanz Millich. Mit ihr kooperiert die Heli-Flight Rostock eng beim Betrieb ihres NEH. Die Notärzte werden durch das Universitätsklinikum Rostock gestellt.

Norddeutsches Unikat: Der Notarzteinsatzhubschrauber der Heli-Flight

Norddeutsches Unikat: Der Notarzteinsatzhubschrauber der Heli-Flight

Foto: Michael Butz (Archiv)

Geschäftsfelder

Die Firma Heli-Flight kam nicht gleich bei ihrer Gründung zum Ambulanzflugwesen. Vielmehr startete sie ihre Services mit der Übernahme unterschiedlicher kommerzieller Aufträge – hier ein Auszug:

Quelle: http://www.heli-flight.de/content/geschichte.php

Weitere Services umfassen beispielsweise Pipeline-Überwachungsflüge und Bungee-Flüge, wie von der Firma geschildert auf www.heli-flight.de/content/fliegen.php.

Die Heli-Flight ist Deutschland-Repräsentant der Robinson Helicopter Company für die Modelle R 22 und R 44.

Letzte Textänderung: 30.06.2018

Derzeit betriebene Standorte

Details zu den Stationen finden Sie in der rth.info-Stationsinfothek!

Name Ort
Rettung 029-01-82-01
Rettung 029-01-82-01
Dummerstorf OT Kessin
Name Ort

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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