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Hubschraubertypen und -betreiber

Die in der deutschen Luftrettung zum Einsatz kommenden Hubschraubertypen gehören in aller Regel der Gewichtsklasse von unter 6 t Gesamtgewicht an. Sie sind für den Transport von einem oder zwei liegenden Patienten, die Mitführung einer drei bis fünf Personen starken Crew sowie die Unterbringung der umfangreichen medizinischen Ausrüstung ausgelegt. Die Ansprüche an die Hubschraubermuster haben sich seit des Aufbaus des Luftrettungsnetzes zwar aus medizinischer Sicht nicht grundlegend geändert, sind jedoch gewachsen. Dies betrifft zum Beispiel die nötige Kabinengröße. Auch in Bezug auf die Flugsicherheit haben gerade in den vergangenen Jahren die neuen EU-weiten Vorschriften (genannt JAR-OPS 3) bezüglich der Leistung von Helikoptern in Notsituationen neue Rahmenbedingungen geschaffen, welchen die Betreiber sich nun anpassen müssen. Über 30 Jahre nach Beginn der organisierten Luftrettung in Deutschland hat sich so die Notwendigkeit ergeben, die Flotten einer Runderneuerung und Modernisierung zu unterziehen. Ältere, bewährte Baumuster scheiden aus dem Dienst und die Suche nach dem passenden Nachfolgemuster stellt nach wie vor die Operatoren vor große Schwierigkeiten: Das Angebot an Typen ist kleiner als es auf den ersten Blick erscheint.

Doch auch unabhängig von den JAR-OPS 3 sind in den letzten Jahren gewisse Anforderungsprofile an die Hubschrauber deutlich geworden, so zum Beispiel geringere Lärmemissionen, höhere Flugsicherheit und verbesserte Navigation. In den kommenden Jahren dürfte die Problematik der Nachtflugfähigkeit immer weiter in den Mittelpunkt rücken. Den zuvor genannten Punkten wird bereits Rechnung getragen: So sollen zum Beispiel Heckrotorsysteme wie der Fenestron von Eurocopter und NOTAR von MD Helicopters der Flugsicherheit und verringerten Lärmemissionen dienen. Zusätzliche digitale Kartenlesegeräte wie zum Beispiel das DKG 3 bzw. das DKG 4 der Firma EADS-Dornier sollen die Crew bei der Navigation im Flug entlasten und sie schneller an ihr Ziel führen.

Festzustellen bleibt auf jeden Fall, dass die zukünftig einzusetzenden Hubschrauber noch leistungsstärker, sicherer, leiser und technisch hochwertiger werden sollen, als sie jetzt schon sind.

Die Luftrettung Deutschlands wird dominiert von der ADAC Luftrettung, dem Betreiberkonsortium Team-DRF und dem Katastrophenschutz, zu deren Hubschraubern noch die SAR-Luftrettung der Luftwaffe und einige kleinere Luftfahrtunternehmen hinzukommen. Über die einzelnen Betreiber der deutschen Luftrettung informieren wir Sie gern und ausführlich im gleichnamigen Menüpunkt in unserer Hauptnavigationsleiste.

Die in der Luftrettung eingesetzten Hubschraubertypen sind überwiegend schon seit Jahren oder Jahrzehnten praxiserprobt und bewährt

Die in der Luftrettung eingesetzten Hubschraubertypen sind überwiegend schon seit Jahren oder Jahrzehnten praxiserprobt und bewährt

Foto: Tobias Klein

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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