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Einsatzbereitschaften - Vor- und Nachteile

Die Einsatzbereitschaft der Rettungshubschrauber hängt, anders als bei Notarzteinsatzfahrzeugen am Boden, von mehreren spezifischen Faktoren ab. Für den Flugbetrieb der Primärluftrettung (präklinische Notfalleinsätze) nach den Sichtflug-Regeln (VFR) sind unter anderem erforderlich:

  • Bestimmte Wetterminima (u.a. bezüglich Sichtweite, Vereisungsbedingungen, ...)
  • Ausreichende Lichtverhältnisse, was die Einsatzbereitschaft i.d.R. auf tagsüber begrenzt
  • Ein Pilot, welcher die vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten muss

Für den Flugbetrieb in der Sekundärluftrettung ist prinzipiell kein Tageslicht erforderlich, da der Betrieb der hierfür verwendeten Hubschrauber nach Instrumentenflug-Regeln (IFR) erfolgt. Nachts ist jedoch eine adäquate Ausleuchtung der Einsatzstelle notwendige Voraussetzung für die sichere Einsatzabwicklung. Der Einsatz von Restlichtverstärkerbrillen (BIV, NVG) ist in Deutschland v. a. aufgrund luftrechtlicher Schwierigkeiten derzeit nur an einigen wenigen Standorten möglich. Voraussetzung sind nachtflugtaugliche Cockpits und speziell unterwiesene Piloten.

Auf der anderen Seite gibt es auch Bedingungen, unter denen der Hubschrauber gegenüber dem bodengebundenen Rettungsdienst erhebliche Vorteile hat. Dies kann bei Straßenglätte der Fall sein, aber auch wenn ein besonders schonender Patiententransport erforderlich ist. Der Helikopter kann ruhig und äußerst vibrationsarm fliegen, während ein Rettungswagen stets von den Straßenverhältnissen abhängig ist. Außerdem kann der Hubschrauber schnell große Strecken zurücklegen; bei zeitkritischen Fällen zahlt sich dies aus. In unwegsamem Terrain wird erst recht der Wert des Hubschraubers als Einsatzmittel deutlich.

Einige Intensivtransporthubschrauber können auch nachts eingesetzt werden

Einige Intensivtransporthubschrauber können auch nachts eingesetzt werden

Foto: Robert Niederwolfsgruber

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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