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Christoph 2-Modell: Kleiner Maßstab - große Leistung!

19.09.2004

Graupner BO 105 CBS-Modell des "Christoph 2", Frankfurt

Markus Terk ist stolzer Besitzer eines solchen Scale-Hubschraubermodells. So entstand ein Bericht über seinen kleinen "Christoph 2". Lesen Sie also im Folgenden: Der kleine Bruder des Frankfurter "Christoph 2". Ein herzliches Dankeschön an Markus Terk!

"Mit dem Rettungshubschrauber Christoph 2 bin ich quasi groß geworden, denn meine Eltern haben ihr Haus in unmittelbarer Nähe zum Hubschrauberlandeplatz des Kreiskrankenhauses in Erbach im Odenwald. So kam der 'orangene Hubschrauber' sehr oft im Tiefflug direkt über unser Haus, und ich rannte von Fenster zu Fenster bzw. auf den Balkon, um den Landeanflug zu verfolgen."

Begeistert von diesem Hubschrauber baute Markus schon in seiner Kindheit kleine Modelle im Maßstab 1:72 und 1:32, und im Jahr 2002 begann die Arbeit an einem flugfähigen Modell mit einem Rotordurchmesser von 155 cm.

"Beim Aufbau des Rumpfs im Frühjahr 2002 war mir Thomas Wendel aus Erbach behilflich, danach kam die Installation und Einstellung von Motor und Mechanik. Hierbei hat mich Franz Göschl aus Offenbach/ Rumpenheim unterstützt. Im Sommer 2002 folgten erste Flugversuche, natürlich zunächst nur Schwebeflug etwa einen Meter über dem Boden!"

Die Flugzeit mit 30 Zellen NiCd à 2400 mAh von Sanyo beträgt etwa 5-6 min. Mittlerweile ist die Technik im Elektroflug zwar sehr weit fortgeschritten: Es werden vermehrt LiPo-Akkus eingesetzt, die weitaus mehr Kapazität haben und somit längere Flugzeiten erlauben. Ein Wermutstropfen bleibt aber bislang: Ein Umrüsten ist derzeit noch zu teuer.

Fotos des echten Christoph 2 als Hilfe

"Christoph 2" gibt es auch in einer deutlich Platz sparenderen Version als das Original...
Foto: Markus Terk

Im März 2002 kam es zu einem ersten Besuch der Crew des RTH Christoph 2 in Frankfurt.
Dabei entstanden einige Detailaufnahmen vom Originalhubschrauber.

Daraufhin erfolgte im Herbst 2002 die Lackierung von der "Autolackiererei Lipps" in Mühlheim am Main.
Anschließend wurden die Abziehbilder von der Firma "Brückner & Neuner Druckvorlagenherstellung" in Obertshausen hergestellt.
Hierfür von Markus vielen lieben Dank an Barbara und Achim!

Erstes Foto mit echtem Christoph 2

Nachdem der Hubschrauber dann im Frühjahr 2003 dann so weit fertig war, wurde im August 2003 das Modell zum ersten mal zusammen mit dem Original fotografiert.
Hierbei kam die Frage auf, wie es denn mit einer Beleuchtungsanlage aussähe.

Inspiriert von diesem Gedanken machte sich Markus an Überlegungen, wie man eine möglichst originalgetreue und somit schnelle Blitzreihenfolge mit Unterbrechung für die roten Blitzer des Helis herstellen könnte.

Beliebtes Motiv unter Modellbauern: Groß und klein, hier stimmungsvoll illuminiert durch die nächtliche Dachbeleuchtung auf dem Dachlandeplatz des Christoph 2

Beliebtes Motiv unter Modellbauern: Groß und klein, hier stimmungsvoll illuminiert durch die nächtliche Dachbeleuchtung auf dem Dachlandeplatz des Christoph 2
Foto: Markus Terk

Beleuchtung am Modell

Nachdem er dann passende Schaltungen gefunden, gekauft und gelötet hatte, ging es an den nachträglichen Einbau der Beleuchtung.

"Das Verlegen der Kabel erwies sich als gar nicht einfach, denn vor allem beim Heckausleger kommt man nicht so einfach von innen heran. Mit ein paar Tricks ist es mir aber dann doch gelungen, die Beleuchtung so einzubauen, dass es ziemlich realistisch aussieht."

Stromversorgung der Beleuchtung

Technik, die begeistert!

Technik, die begeistert!
Foto: Markus Terk

Die Energieversorgung erfolgt über zwei parallel geschaltete 9-Volt-Blöcke, welche ebenso die Landeleuchte an der Unterseite des Helis versorgen. Ein weiterer 9-Volt-Block mit Spannungsbegrenzer speist ein zusätzliches 4,8-Volt-Computer-Minigebläse zur Kühlung des Motors, welches mit der weißen Endleuchte verbunden ist, die dann gleichzeitig die Einschaltkontrolle für das Gebläse darstellt. Die Positionsleuchten rot und grün an den Außenseiten des Höhenleitwerks sind mit dem Empfängerakku verbunden und somit ebenfalls gleichzeitig Einschaltkontrolle. Zusätzlich hängt ein Akku-Controler zur Überprüfung der Spannung am Empfängerakku.

BO 105-Modell seit Juni 2004 fertig

Nun ist das Modell also seit etwa Juni 2004 nach vermutlich weit über 300 Arbeitsstunden endgültig fertiggestellt. Flugtechnisch ist zu sagen, dass es großen Spaß macht, den Hubi vom Boden aus fliegen zu sehen.

"Es ist aber auch ganz schön anstrengend, denn der Geldbeutel fliegt ja quasi jedes mal mit! Man muss halt immer auf alles gefasst sein – einmal hat sich während eines Flugs die Antriebswelle des Heckrotors gelöst, da fing der Hubi an, sich um die eigene Achse zu drehen. Die Notlandung aus 1,50 m Flughöhe hat zum Glück funktioniert – man hat ja wie im echten Leben nur einen Versuch! Und danach ab in den Keller zur Fehlersuche und Wartung."

Aber auch bei stärkerem Wind kann es mit dem Spaß mal ganz schnell vorbei sein – genau das ist Markus vor kurzem passiert:

"Die Maschine liegt normalerweise sehr ruhig in der Luft, aber bei diesem Sturm gabs plötzlich kein Halten mehr, der Hubschrauber flog (wie von selbst) wohin er wollte. Nur mit größter Mühe und unglaublich viel Glück ist es mir gelungen, ihn wieder heil zu Boden zu bringen, wenn auch die Landung wirklich sehr sehr hart war...
Aber das Modell ist robuster als ich dachte und hat alles gut verkraftet."

Im August 2004 hat sich die Möglichkeit ergeben, zusammen mit dem Original einige Bilder inklusive eingeschalteter Beleuchtung zu machen, dafür herzlichen Dank an die Crew des RTH Christoph 2 und vor allem an Pilot Jörg Schmalfeld für seine freundliche Unterstützung.

Hinweis

Die Autoren dieses Artikels sind nicht bzw. nicht mehr Mitglieder des Teams von rth.info.

 
Autor(en)
Markus Terk
Patrik Kalinowski