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Bremen: 50 Jahre Klinikum Links der Weser – 13. Tag der Sicherheit

06.07.2018

Der insgesamt 13. Tag der Sicherheit am Bremer Klinikum Links der Weser (LDW) fand in diesem Jahr im Rahmen der Festwoche zum 50. Jubiläum des im Jahr 1968 errichteten Krankenhauses statt. Am Sonntag, den 17. Juni 2018 boten zahlreiche Hilfsorganisationen, Feuerwehren, weitere Behörden und Institutionen mit Sicherheitsaufgaben sowie Gesundheitseinrichtungen – verteilt über das weitläufige Gelände des Klinikums – ein abwechslungsreiches Programm für Klein und Groß. Nach Angaben von Gesundheit Nord, dem Verbund von vier kommunalen Kliniken in der Freien Hansestadt Bremen, kamen in der Festwoche über 5.000 Menschen zu den zahlreichen Veranstaltungen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen wiederum die beiden in Bremen stationierten Luftrettungsmittel “Christoph 6“ (ADAC Luftrettung) und “Christoph Weser“ (DRF Luftrettung). Bei über den Tag verteilten Starts und Landungen der Helikopter versammelten sich unzählige Gäste an den Absperrbändern und betrachteten gebannt das Treiben. Sobald die Rotoren still standen und der Pilot das Go gab, strömten die Massen zu den beiden Maschinen, begutachteten diese und löcherten die Besatzungen mit ihren Fragen. Piloten, Notärzte und HEMS TC (Notfallsanitäter bzw. Rettungsassistenten) beantworteten geduldig und freundlich jede Frage und ließen sich zusammen mit Groß und Klein ablichten. Begehrtester Platz war einmal mehr der Pilotensitz im Cockpit der EC 135 bzw. der BK 117.

Heimspiel: Starts und Landungen der beiden Bremer Rettungshelikopter (hier der  RTH “Christoph 6“) standen im besonderen Fokus des Interesses der  Besucher des 13. Tages der Sicherheit am LDW, ...

Heimspiel: Starts und Landungen der beiden Bremer Rettungshelikopter (hier der RTH “Christoph 6“) standen im besonderen Fokus des Interesses der Besucher des 13. Tages der Sicherheit am LDW, ...

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

..., wie diese Aufnahme eindrucksvoll zeigt

..., wie diese Aufnahme eindrucksvoll zeigt

Foto: Jörn Fries

Aus der Kabine des so genannten Holler-Krans hatte man einen guten Ausblick über das vordere Ausstellungsgelände (hier die beiden Luftrettungsmittel)

Aus der Kabine des so genannten Holler-Krans hatte man einen guten Ausblick über das vordere Ausstellungsgelände (hier die beiden Luftrettungsmittel)

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Aus dieser Perspektive kann man nicht nur die beiden Helikopter, sondern auch das weitläufige Gelände des Klinikums Links der Weser sehen

Aus dieser Perspektive kann man nicht nur die beiden Helikopter, sondern auch das weitläufige Gelände des Klinikums Links der Weser sehen

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Wie schon in den Vorjahren, gab es eine Kinderrallye, die am Infotruck des ADAC Weser-Ems e. V. startete und bei der die Jüngsten Fragen zu allen Rettungs- und Hilfsorganisationen beantworten mussten. An einigen Stationen konnten die Teilnehmer an der Rallye auch ihr praktisches Können unter Beweis stellen. Ein modernes Pannenhilfsfahrzeug und ein Leihfahrzeug der ADAC-Tochter “ADAC Reisebüro“ ergänzten das Angebot des örtlichen ADAC.

Der ADAC Weser-Ems war unter anderem mit einem modernen Pannenhilfsfahrzeug vertreten (im Hintergrund ist “Christoph 6“ - – ebenfalls vom ADAC – zu sehen)

Der ADAC Weser-Ems war unter anderem mit einem modernen Pannenhilfsfahrzeug vertreten (im Hintergrund ist “Christoph 6“ - – ebenfalls vom ADAC – zu sehen)

Foto: Jörn Fries

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr waren die Vorführungen der BRH-Rettungshundestaffel Unterweser e. V.. Hund und Mensch zeigten ihr Können im Rahmen der Ausbildung und im Einsatz bei der Menschensuche. In den Vorjahren war dieser höchst willkommene Programmpunkt schmerzlich vermisst worden, umso größer in diesem Jahr die Freude auch bei den für de Organisation des Tages der Sicherheit Verantwortlichen, dass man mit dem BRH wieder einen echten “Hingucker“ präsentieren konnte.

Rettungshund und Hundeführer sind ein eingespieltes Team und beherrschen ihr Können

Rettungshund und Hundeführer sind ein eingespieltes Team und beherrschen ihr Können

Foto: Jörn Fries

Im Behandlungszelt des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) gab es Anleitungen zur ersten Hilfe von leichter Wundversorgung bis zur Laienreanimation. Gerne nahmen die Besucher die Möglichkeit an, einen Rettungstransportwagen (RTW), einen Gerätewagen Sanität (GW-SAN) sowie einen Gerätewagen Logistik (GW-LOG) des ASB in Augenschein zu nehmen. Für die kleinen Besucher hatte der ASB eine Hüpfburg organisiert und bot das allseits beliebte „Kinderschminken“ an. Auch die Feuerwehr Bremen präsentierte sich mit einer Fahrzeugausstellung. Neben einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und einem RTW gab es einen Intensivtransportwagen ( ITW) zu sehen. Traditionell war auch die Freiwillige Feuerwehr Leeste (aus der Gemeinde Weyhe) vertreten und präsentierte ihren Teleskopgelenkmast und den Rüstwagen, an dem man den Umgang mit Schere, Spreizer und Hebekissen zur technischen Hilfeleistung ausprobieren konnte. Im Brandschutzcontainer der Jugendfeuerwehr Bremen fand Brandschutzaufklärung für Kinder statt, auf dem Freigelände konnten die Kids den Umgang mit dem Schlauch üben. Darüber hinaus konnte man sich über die Arbeit der Jugendfeuerwehr informieren.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bremen zeigte unter anderem einen Rettungswagen (RTW), einen Gerätewagen Sanität (GW-SAN) und einen Gerätewagen Logistik (GW-LOG)

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bremen zeigte unter anderem einen Rettungswagen (RTW), einen Gerätewagen Sanität (GW-SAN) und einen Gerätewagen Logistik (GW-LOG)

Foto: Jörn Fries

Die Jugendfeuerwehr Bremen klärte über den Brandschutz auf und ließ die Kinder den Umgang mit dem Schlauch üben

Die Jugendfeuerwehr Bremen klärte über den Brandschutz auf und ließ die Kinder den Umgang mit dem Schlauch üben

Foto: Jörn Fries

Außerdem informierten die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS – Die Seenotretter), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die Polizei, das Reha-Zentrum Bremen und der Verein Bremer AIRbe e.V. über ihre Arbeit. Einen Ausschnitt über das Fahrzeug- und Einsatzspektrum des Technischen Hilfswerks (THW) konnte man bei praktischen Vorführungen sowie den auf dem Gelände vertretenen Fahrzeugen des THW bekommen. Wie in den Jahren zuvor bestand für die Mutigen unter den Besuchern die Möglichkeit, an einer an einem Schwerlastkran befestigten Kabine in luftige Höhe zu fahren und das Ausstellungsgelände und die Umgebung aus der Vogelperspektive anschauen. Für das leibliche Wohl sorgte wieder ganz hervorragend die Kantine des Klinikums.

Modellclub und DGzRS präsentierten sich in diesem Jahr erstmals gemeinsam (hier zu sehen eines der schönen selbstgebauten Seenotrettungsboote in miniatura)

Modellclub und DGzRS präsentierten sich in diesem Jahr erstmals gemeinsam (hier zu sehen eines der schönen selbstgebauten Seenotrettungsboote in miniatura)

Foto: Jörn Fries

Auch die bremische Polizei und die DLRG waren wieder mit von der Partie

Auch die bremische Polizei und die DLRG waren wieder mit von der Partie

Foto: Jörn Fries

Das Technische Hilfswerk (THW) vom Ortsverein Bremen-Süd zeigte sein Können

Das Technische Hilfswerk (THW) vom Ortsverein Bremen-Süd zeigte sein Können

Foto: Jörn Fries

Der Borgward-Club e. V. zeigte Oldtimer, darunter Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und der Polizei, aus den 1950er- und 60erjahren. Nicht nur für Nostalgiefans bestand die Möglichkeit, sich mit “Roland 1“, einer Isabella der Polizei, und einem Polizisten in zeitgenössischer Uniform fotografieren zu lassen.

Erstmals mit dabei: der Borgward-Club e. V. mit einer kleinen Auswahl seiner liebevoll restaurierten Oldtimer

Erstmals mit dabei: der Borgward-Club e. V. mit einer kleinen Auswahl seiner liebevoll restaurierten Oldtimer

Foto: Jörn Fries

Zahlreiche Besucher ließen sich den 13. „Tag der Sicherheit“ am Sonntag bei bestem Wetter nicht entgehen und wurden dafür mit zahlreichen Rettungsdemonstartionen und vielen Informationen belohnt. Auch das für 16 Uhr angesetzte erste Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, das diese ja bekanntlich verlor, tat der Stimmung am Klinikum Links der Weser keinen Abbruch.

Das Team von rth.info bedankt sich bei den Organisatoren, insbesondere bei Rüdiger Engler, Pilot und Stationsleiter von “Christoph 6“, für die mannigfaltige Unterstützung bei ihrem Besuch. Wir freuen uns schon auf den nächsten “Tag der Sicherheit“ am Klinikum Links der Weser in Bremen. Auf www.rth.info werden wir den Termin frühzeitig bekannt geben.

Autor(en)
Jörn Fries
Tim und Ralph Nußbaum

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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