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Öffentlichkeitsarbeit bei Tag der offenen Tür

26.04.2003

Am Samstag, den 26.04.2003 fand von 10:00h bis 17:00h auf dem Gelände der Hamburger Akademie für Rettungsdienst und Katastrophenabwehr, oder auch kurz "Landesfeuerwehr- Schule" (LFS) Hamburg ein Tag der offenen Tür statt. Ein solcher wird einmal jährlich eingerichtet, wobei jeweils eine äußerst umfangreiche Bandbreite an regionalen wie überregionalen BOS vertreten ist. Ebenfalls vertreten waren wie schon in den vorangegangenen Jahren zwei Teammitglieder von rth.info.

 Publikumsmagnet Hubschrauber; hier die Bell UH-1D der Luftwaffe

Publikumsmagnet Hubschrauber; hier die Bell UH-1D der Luftwaffe

Foto: Patrick Permien

Denn seit einigen Jahren kommen auch Rettungshubschrauber zu diesem Termin, welche von den jeweiligen Betreibern zwecks Öffentlichkeitsarbeit mitsamt Besatzung dorthin für den betreffenden Tag abbestellt werden. Wie in 2002 kamen auch dieses Jahr der "Christoph Hansa" des ADAC sowie eine Bell UH-1D der Luftwaffe in SAR-Version. Obligatorischerweise blieb der "Christoph Hansa" während der Veranstaltung einsatzbereit. Hingegen wurde die Bell UH-1D direkt vom LTG 63 nur zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit nach Hamburg abkommandiert. Es handelte sich um die oft für Dreharbeiten zur Serie "Die Rettungsflieger" verwendete 71#52. Obwohl in aller Regel mehr oder minder stark verblichene orangefarbene Türen für im Einsatz stehende Maschinen verwendet werden, erstrahlten diese diesmal in leuchtendem orangerot... Für Verwirrung unter den Besuchern dürfte übrigens ein Überflug des SAR Hamburg 71 gesorgt haben. Dessen Crew hatte das Event nach einem Einsatzflug von oben betrachtet; vermutlich war sich mancher in diesem Moment nicht sicher, welcher Hubschrauber nun eine "Fake" ist...

 Christoph Hansa startet zu einem Einsatz; rechts die Bell UH-1D

Christoph Hansa startet zu einem Einsatz; rechts die Bell UH-1D

Foto: Patrick Permien

Im gewohnten, freundlichen Ton informierten die Angehörigen beider Luftrettungsbetreiber die interessierte und zahlreich erschienene Bevölkerung über ihre alltägliche Arbeit sowie diverse aktuelle Themen der deutschen Luftrettung. So waren neben den üblichen Fragen nach Leistungsdaten und Ausmaßen der Hubschrauber des Öfteren auch Fragen zu hören, die auf die Zukunft der Hamburger RTH zielten. Wie nicht anders zu erwarten war, konnte auch diesmal keine präzise Antwort auf diese Frage gegeben werden...
Außer den Besichtigungsmöglichkeiten bezüglich der Rettungshubschrauber gab es diverse bodengebundene Fahrzeuge zu bewundern. Zudem führten die Angehörigen der verschiedenen BOS diverse Übungen durch, um ihr Können dem Publikum zu demonstrieren.

Christoph Hansa macht sich auf den Heimflug zum Stützpunkt

Christoph Hansa macht sich auf den Heimflug zum Stützpunkt

Foto: Patrick Permien

So bewiesen nicht 'nur' die Sondereinsatzgruppen "Taucher" und "Höhenrettung" sowie eine Rettungshundestaffel des DRK Hamburg ihre präzise Arbeit; vielmehr standen auch die Bekämpfung eines PKW-Brandes, das Eindämmen einer Gasflamme sowie viele technische Hilfeleistungen auf dem Programm. Zudem zeigte sich der neue Feuerwehrkran der Hamburger Feuerwehr; ebenfalls anwesend war der Kran des THW Pinneberg (SH). Im Folgenden im Einzelnen auf die anwesenden Organisationen, Fahrzeuge und Personen einzugehen, würde sicherlich den Rahmen sprengen. Vielmehr möchten wir an dieser Stelle nur noch den Höhepunkt dieses Tages der offenen Türen erwähnen: Dieser bestand aus einem Stunt - ein Kleinwagen wurde nach diversen Vorbereitungen und einem spektakulären, publikumsgerechten kurzem Flug sowie heftigem Überschlag von anrückenden Feuerwehrkräften in seine Einzelteile zerlegt. Auch im kommenden Jahr wird rth.info mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder auf dem nächsten Tag der offenen Tür präsent sein und Ihnen entsprechend berichten können. Welche Hubschraubertypen und Betreiber dann präsent sein werden, bleibt abzuwarten.

Autor(en)
PPR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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