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Luftrettung 2008: Ein kurzer Rückblick

06.01.2009

Das neue Jahr ist noch jung, und wir wagen einen kurzen Rückblick auf 2008. Natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit; dafür hoffen wir aber, einen knappen Überblick über besonders wichtige Entwicklungen geben zu können.

Mainhattan Nights - Christoph 2 aufgenommen nach Dienstschluss im 13. Stock auf dem Dach der BGU in Frankfurt am Main: Skyline im Hintergrund mit der EC 135 auf ihrem Stammplatz

Mainhattan Nights - Christoph 2 aufgenommen nach Dienstschluss im 13. Stock auf dem Dach der BGU in Frankfurt am Main: Skyline im Hintergrund mit der EC 135 auf ihrem Stammplatz
Foto: Mick Balter

Eurocopter EC 135 T2i

...für das BMI

Diesen Rückblick leiten wir ein mit dem traumhaften Foto des Frankfurter "Christoph 2", das uns unlängst Mick Balter zum Foto des Monats vorschlug.

Das Foto dokumentiert die neue Ära "EC 135 T2i", die nun bei der Luftrettung des Bundesinnenministeriums flächendeckend Einzug gehalten hat. Der Flottenumbau ist damit komplettiert. Die BO 105 CBS-5 wurde in Hangelar verabschiedet, wo man sie seit Jahrzehnten gewartet und instandgesetzt hatte.

...für die anderen Luftretter

Auch weitere Betreiber konnten erneut EC 135 in Empfang nehmen, namentlich die Deutsche Rettungsflugwacht.

Die ADAC Luftrettung erwartet derweil eine neue BK 117, die noch in der Um-/Ausrüstung ist. Das berichtete Copterweb.de.

DRF Luftrettung

Die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. benannte sich im September um und tritt nun als DRF Luftrettung auf. Neue Rechtsform: Gemeinnützige AG.

Mit RescueTrack und sukzessive neuem Aussehen: Die DRF Luftrettung, hier mit Christoph 41 in Leonberg

Mit RescueTrack und sukzessive neuem Aussehen: Die DRF Luftrettung, hier mit Christoph 41 in Leonberg
Foto: Frederik Weiss

Neue Standorte

  • Das Luftrettungszentrum Perleberg hat Mitte des Jahres den Betrieb aufgenommen. Regie führt die ADAC Luftrettung. Eine positive Bilanz ist bereits absehbar.
  • Christoph 3, Köln, ist zu seinen ADAC-Kollegen an den Flughafen Köln-Bonn gezogen.
  • Der Landeplatz an der BGU beim Christoph 5, Ludwigshafen, ist neu gestaltet und verlegt worden.
  • Der Umzug von Christoph 51, Stuttgart, nach Pattonville lässt noch auf sich warten.
  • Augsburg wünscht sich einen Rettungshubschrauber. Entschieden ist noch nichts.
  • Christoph Berlin ist nach langen Jahren tatsächlich zur Unfallklinik Marzahn umgezogen. Der Flughafen Tempelhof ist auch als Luftrettungsstandort Geschichte.
  • Der Regensburger Neubau des lang ersehnten Hangars mit Anbau ist fertig.
  • Neue Unterbringungen für Christoph Europa 1, Aachen-Merzbrück und Europa 5, Niebüll, sind in der Bauphase.

Unfälle und Zwischenfälle

Glücklicherweise blieben dramatische Unfälle 2008 in Deutschland im Luftrettungsbetrieb aus. Diverse kleinere und größere Zwischenfälle, hauptsächlich durch Berührungen zwischen Heli-Rotorblättern und Straßenfahrzeugen bzw. umstehender Botanik, sorgten aber immer wieder für Wirbel. Einige Abstürze, v.a. in den USA, führten leider zu tragischen Resultaten mit Todesfolge.

ADAC Luftrettung: Neues Wasserrettungskonzept

De ADAC Luftrettung hat ihr neues Wasserrettungskonzept eingeführt. Wir hatten es exemplarisch beschrieben am Beispiel des Christoph 5, Ludwigshafen.

Simulationstechnik

Vielfältige Simulationsprogramme haben den Weg in die Trainingskonzepte gefunden. Darunter High-Tech-Puppen für Rettungstrainings ebenso wie der Hubschrauber-Rettungssimulator der Bergwacht Bayern, der derzeit noch erweitert wird.

Navigation/ Disposition

Digitale Kartenlesegeräte und GPS-Navigation hatten bereits flächendeckend Einzug gehalten; sie werden jetzt ergänzt durch das RescueTrack. Damit verfolgen die Leitstellen die aktuellen Aufenthaltsorte der Hubschrauber in ihrem Einzugsbereich.

Moderne, technikgestützte Navigation und Koordination soll die Eintreffzeiten minimieren, hier EC 135 P2 der ADAC Luftrettung

Moderne, technikgestützte Navigation und Koordination soll die Eintreffzeiten minimieren, hier EC 135 P2 der ADAC Luftrettung
Foto: Harald Rieger

Die ADAC Luftrettung übernahm die Technik von der DRF Luftrettung, bzw. dem neutralen Anbieter an den die DRF diese Technik abgetreten hatte. Die Einsatzzuteilung der Helikopter soll damit optimiert werden.

 
Autoren
PP