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10 Jahre neue DRF-Lackierung: Das Archivfoto

12.06.2008

In dieser Reportagenserie sind erschienen:

Es hat geklappt: Wir freuen uns, Ihnen ein seltenes Foto von einer der ersten DRF-Lackierungen zeigen zu können. Dabei handelt es sich um eine BO 105 (fast) ganz in roter Farbe. Das Bild war vermutlich letztmalig im Heft "einsatz" in der Ausgabe Juni 1994 zu sehen.

Alte Schätze: Dieses Foto der ersten BO 105 der DRF zählt sicher dazu. Aufnahmeort und -zeitpunkt sind für rth.info nicht mehr rekonstruierbar gewesen

Alte Schätze: Dieses Foto der ersten BO 105 der DRF zählt sicher dazu. Aufnahmeort und -zeitpunkt sind für rth.info nicht mehr rekonstruierbar gewesen

Foto: Archiv DRF - Fotograf unbekannt - Details siehe Reportagentext

Zum Hintergrund

Wir hatten u.a. auf dieses Bild in Teil 1 unserer Reportage über "10 Jahre DRF-Lackierung" Bezug genommen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte uns aber keine Genehmigung vorgelegen, eines davon zu zeigen.

Über das Bild

Die Veröffentlichung gestaltete sich schwieriger als üblich, weil nicht mehr zu rekonstruieren ist, wer seinerzeit dieses Foto aufgenommen hatte. Die Ausgabe des "einsatz"-Heftes, welche die Aufnahme zeigte, liegt rth.info in Kopie vor. Das Bild trägt darin die folgende Beschreibung:

"Nach der Absage des Bundesinnenministers an eine staatliche, flächendeckende Luftrettung beschloss die [Björn-Steiger-] Stiftung, selbst aktiv zu werden und gründete die Deutsche Rettungsflugwacht. Der erste Rettungshubschrauber vom Typ BO 105 (rechts) und die künftige Generation EC 135."

Ergänzung in eckigen Klammern durch unsere Redaktion.

Letzteres Foto zeigt eine der ersten Maschinen des damals neuen Typs EC 135 im Flug. Auf den Monat genau 14 Jahre nach dieser Veröffentlichung steht die EC 135 quasi bundesweit in den Diensten der DRF und anderer Luftrettungsbetreiber. Die BO 105 ist nur noch an wenigen Standorten verblieben, bei der DRF aktuell noch drei (Schwenningen, Zwickau und Friedrichshafen).

Die aktuelle Veröffentlichung

Im Impressum des Hefts steht letztlich die Regelung, die uns die Veröffentlichung des Bildes trotz urheberrechtlichem Schutz ermöglicht. Darin heißt es (Auszug): Alle Autoren erklären mit Abgabe ihrer [...] Fotos, daß sie mit jeglicher nichtkommerzieller Verwertung durch die DRF einverstanden sind. Außerdem sind sie mit der honorarfreien Weitergabe und Veröffentlichung [...] zur Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Arbeit der gemeinnützig und mildtätig anerkannten DRF einverstanden."

Dankenswerter Weise hat die DRF aktuell rth.info in diesem Einzelfall genehmigt, diese Abbildung online im Rahmen dieser Reportage zu zeigen. Wir freuen uns sehr darüber, wieder ein kleines Stück Luftrettungsgeschichte dokumentiert zu haben. Die Pressestelle der DRF machte dies möglich.

Interessantes

Kenner werden das fehlende kleine Kabinenfenster entdeckt haben, das erst später in einer neueren Generation der BO 105 nachgerüstet worden war. Im Zuge derer erfuhr die BO 105 eine Verlängerung des Rumpfes um 25 cm. In der gezeigten Version verblieb in der Kabine also weniger Platz, als es in heutigen Maschinen dieses Typs der Fall ist.

Das Bild zeigt aber auch, wie frühzeitig bereits der Steiger-Stern ein Element des Erscheinungsbildes der DRF-Hubschrauber war, und wie sich das Symbol so über Jahre und Jahrzehnte mit der Luftrettung assoziieren ließ.

Offenbar an einem Flughafen aufgenommen, ist es uns bislang nicht bekannt, wo der Aufnahmeort ist. Auch zum damaligen Stationierungsort der Maschine sowie zum Zeitpunkt der Aufnahme können wir keine genaueren Aussagen treffen.

Vielleicht wissen einige unserer Leser ja mehr dazu? Wir würden uns über entsprechende Hinweise sehr freuen.

Autor(en)
PPR
Wir danken:
DRF-Pressestelle

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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