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10 Jahre neue DRF-Lackierung

03.06.2008

In dieser Reportagenserie sind erschienen:

Vor fast genau 10 Jahren – zum 25jährigen Jubiläum der DRF – wurde damals mit "Christoph 51" der D-HDDD die neue Lackierung der DRF vorgestellt. Zuerst war geplant, dass die BO 105, die BK 117 und die EC 135 sowie die Fahrzeuge und Flächenflieger das neue Outfit erhalten sollten. Später kamen dann jedoch zusätzlich noch viele Hubschrauber der Teampartner hinzu.

Die D-HDDD, als erste im neuen DRF-Layout, hier bereits als "RK 2" in Reutte/Tirol für die ARA

Die D-HDDD, als erste im neuen DRF-Layout, hier bereits als "RK 2" in Reutte/Tirol für die ARA

Foto: Archiv Benjamin Greschner

Die Lackierung der DRF lehnte sich immer wieder an die Lackierung der REGA an und zieht sich wie ein roter Faden, selbst bis zur aktuellen Lackierung hin.

Die D-HDDD ist eine Besonderheit: Als erste trug sie die neue Lackierung der DRF; später ging sie dann (wie hier gezeigt) für die ARA nach Österreich und trug das rote Kreuz statt dem Steiger-Stern

Die D-HDDD ist eine Besonderheit: Als erste trug sie die neue Lackierung der DRF; später ging sie dann (wie hier gezeigt) für die ARA nach Österreich und trug das rote Kreuz statt dem Steiger-Stern

Foto: Team DRF

Vergleicht man alte REGA Fotos, so wird man unschwer erkennen können: Die DRF-"Schwinge" und die "Schwinge" der REGA waren sich doch sehr ähnlich. Zu den kleinen Unterschieden später mehr.
Selbst die Einsatzmaschine in einem kompletten Rot – wie sie bei der REGA im Einsatz war – war bei der DRF nicht unbekannt.

 

In der aktuellen Lackierung sind die Farbelemente rot/weiß sowohl bei der REGA als auch bei der DRF enthalten. Der markanteste Unterschied liegt im Symbol auf dem Rumpf: Bei der REGA prangt dort das Rote Kreuz, während die DRF den Steiger-Stern führt. Eine Ausnahme bilden die Hubschrauber der ARA, die in aller Regel das Team-DRF-Design in Kombination mit dem Roten Kreuz führen.

Die Gestaltung der Schweizer REGA-Helikopter ist dem der DRF ähnlich

Die Gestaltung der Schweizer REGA-Helikopter ist dem der DRF ähnlich

Foto: Michael Butz (Archiv)

Dabei kommen die optischen Entsprechungen nicht von ungefähr.

Aus "Von Vorgestern nach übermorgen, 25 Jahre Deutsche Rettungsflugwacht e.V." (ca. 1997):

Die neue Lackierung ist allgegenwärtig, die Vorgänger-Designs sind nicht mehr anzutreffen

Die neue Lackierung ist allgegenwärtig, die Vorgänger-Designs sind nicht mehr anzutreffen

Foto: Archiv rth.info

"...Kooperationsbestrebungen: Wieder einmal blickte man zu den Schweizern hinüber. Die Schweizerische Rettungsflugwacht war und ist zugleich auch offizielle Hilfsorganisation des Schweizerischen Roten Kreuzes... für die DRF schien es also naheliegend, die institutionelle Nähe des nationalen DRK zu suchen. Damit kam es 1985 zwischen DRF und DRK zu intensiven Verhandlungen über eine Kooperation. Zur Debatte stand etwa die Gründung einer gemeinsamen gemeinnützigen Luftrettungs GmbH."

Das Vorhaben wurde nicht umgesetzt und so ging die DRF ihren weiteren bekannten eigenen Weg.

Abgelöst vom jetzigen Design: Die D-HQQQ im Vorgänger-Design, das am Rumpf mehr vom Weiß dominiert wurde

Abgelöst vom jetzigen Design: Die D-HQQQ im Vorgänger-Design, das am Rumpf mehr vom Weiß dominiert wurde

Foto: Michael Butz (Archiv)

Inzwischen sind die deutschen Team DRF-Hubschrauber im einheitlichen Outfit – bis auf eine MD 902 beim H.S.D. und einige Bell 412 bei der HDM Luftrettung. Die Flächenflieger wurden damals letztlich nicht der neuen Farbgebung angepasst. Hier darf man auch sicherlich noch gespannt sein, denn durch den Zusammenschluss der Flächen von LAR und DRF zur EAA (European Air Ambulance) stellt sich die Frage nach einem einheitlichem Erscheinungsbild. Wobei das Logo der EAA bekannt ist: Es handelt sich um die gemeinsame Schwinge, die einst DRF und LAR zierten.

Wir hatten gehofft, Ihnen hier die rein rote Lackierung der DRF zeigen zu können; aus urheberrechtlichen Gründen ersatzweise das Layout, mit dem die DRF in den 1990ern ihr Stationsnetz im Osten erweit

Wir hatten gehofft, Ihnen hier die rein rote Lackierung der DRF zeigen zu können; aus urheberrechtlichen Gründen ersatzweise das Layout, mit dem die DRF in den 1990ern ihr Stationsnetz im Osten erweit

Foto: Archiv Deutsche Rettungsflugwacht

Zum Steiger-Stern sei zudem noch folgendes erklärt: Manfred Kerler entwickelte noch im Gründungsjahr der Björn-Steiger-Stiftung das Logo und den Slogan "Helft Menschen retten". Der siebenstrahlige Stern der Stiftung symbolisiert den Willen zur kontinuierlichen Veränderung ebenso wie die Unvollkommenheit. Das Kreuz ist aber auch Symbol für einen gefährlichen Verkehrsknotenpunkt. Inzwischen ist der Stern ein eingetragenes Markenzeichen.

Die ältesten Lackierungen

Uralt: Die Lackierung der ersten Alouette III können wir hier im Bild dokumentieren:

Die allererste Maschine, mit welcher die DRF die reguläre Luftrettung antrat, war eine Alouette III wie die gezeigte; hier die D-HALT mit Subtitel "German air rescue"

Die allererste Maschine, mit welcher die DRF die reguläre Luftrettung antrat, war eine Alouette III wie die gezeigte; hier die D-HALT mit Subtitel "German air rescue"

Foto: Archiv Deutsche Rettungsflugwacht

An die rein rote Lackierung erinnern sich hingegen nur noch langjährige Insider. rth.info liegen Fotos von einer BO 105 der DRF in reinrot vor. Leider konnte aufgrund des Alters der Urheber nicht mehr festgestellt werden; so gab es auch keine Freigabe zur Veröffentlichung. Wir bedauern das, hoffen aber darauf zu späterer Zeit noch entsprechende Bilder dieser alten Lackierung online stellen zu können.

Update:

Wir haben die Genehmigung zur Veröffentlichung für eines der Fotos von der DRF erhalten! Sie finden das Foto in Teil 2 dieser Reportage!

Auch hier ein Archivbild der Station Zwickau, das die DRF-Schwinge im Vorgängerdesign auf dem Unterboden des Rumpfes schön zeigt

Auch hier ein Archivbild der Station Zwickau, das die DRF-Schwinge im Vorgängerdesign auf dem Unterboden des Rumpfes schön zeigt

Foto: Archiv Deutsche Rettungsflugwacht

Autor(en)
HRG

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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