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EC 145 für HDM München

07.11.2003

München (BAY) ::  Schon seit langer Zeit hält rth.info Sie bezüglich der ersten EC 145 für das Team DRF auf dem Laufenden. In diesen Tagen ist es soweit; der Hubschrauber, der als D-HDRR registriert ist, nimmt in der bayerischen Landeshauptstadt als "Christoph München" den Dienst auf. An der dortigen Station löst er eine Bell 412 HP des HDM-Flugservice ab. Während die Bell 412 HP im herkömmlichen Design ihres Eigners lackiert ist, fliegt die EC 145 im Lackierungsschema der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF). Im Rahmen des sogenannten "Team DRF" kooperieren HDM Flugservice und DRF auf vielfältiger Basis. Ab sofort wird am "Christoph München" äußerlich in erster Linie ein Schriftzug am Rumpf des Hubschraubers auf den Operatoren hinweisen.

Die EC 145 ist mittlerweile nach München-Großhadern überführt worden. Letzte Anpassungen vor der Aufnahme des Flugbetriebs werden momentan noch am Hubschrauber durchgeführt bzw. wurden unlängst abgeschlossen. Die D-HDRR fliegt dann mit einer Stryker- Fahrtrage an Bord. Aufgrund der großen Zelle und des ITH-spezifischen Einsatzspektrums sinnvoll erschien eine Standheizung. Deswegen wurde eine solche hinter der Kabinenmittelkonsole integriert. Ganz offensichtlich nicht vorgesehen ist der Einsatz der D-HDRR mit Rettungswinde. Eine entsprechende Vorrüstung ist nicht vorhanden. Bundesweit einziger Luftrettungsmittel- Standort des Team DRF ist und bleibt demzufolge "Christoph 27" in Nürnberg. Da der ebenfalls in München stationierte RTH "Christoph 1" der ADAC Luftrettung schon über eine Winde verfügt und "Christoph München" vergleichsweise selten primäre Notfallrettung fliegt, erscheint für den Team-DRF-Standort München eine Winde so oder so unsinnig.

Die D-HDRR wartet(e) indes noch auf die Zulassung seitens der Schweizer Behörden. Die in der Schweiz niedergalssene Firma Aerolite Max Bucher AG war für den HEMS-Ausbau des Hubschraubers zuständig. Der Genehmigung steht aber hochwahrscheinlich nichts mehr im Wege bzw. sie ist schon vollzogen.

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Autor(en)
PPR
Patrik Kalinowski

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Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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