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Team DRF wird zu DRF Luftrettung

23.09.2008

Filderstadt (BWÜ) ::  Nachdem schon längere Zeit über ein neues DRF-Erscheinungsbild Gerüchte im Umlauf gewesen waren, ist es jetzt offiziell: Aus "Deutsche Rettungsflugwacht e.V." wird die "DRF Luftrettung" – und zwar nicht nur formal, sondern mit neuem optischen Auftreten. Auch das Erscheinungsbild der Einsatzmaschinen des bisherigen "Team DRF" – also der Rettungshubschrauber und mutmaßlich auch der Ambulanzflugzeuge – soll darauf angepasst werden. Der Steiger-Stern tritt in den Hintergrund, zugunsten eines neuen, dreistreifigen Logos, das dezent an Fliegerschwingen erinnert. Dieses Logo ist auch bereits auf der Homepage der DRF implementiert. Sowohl im Favicon, als auch im Headerbereich findet sich das Logo wieder. Die bekannte Adresse www.drf.de leitet auch bereits weiter auf die neue www.drf-luftrettung.de.

DRF aufgesplittet in drei Teile

Im Zuge einer Richtungsentscheidung der DRF-Mitgliederversammlung aus dem vergangenen Jahr soll die bislang als gemeinnütziger Verein organisierte DRF aufgesplittet werden. Dazu auf drf.de:

"In naher Zukunft wird die bisherige DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) aus drei Teilen bestehen: Einem gemeinnützigen Förderverein, einer öffentlich-rechtlichen Stiftung, die der Aufsicht des Regierungspräsidiums Stuttgart untersteht, und einer gemeinnützigen AG, die als operative Einheit zu hundert Prozent von der Stiftung besessen und kontrolliert werden wird."

Im Impressum der Webseite steht "DRF e.V." verantwortlicher Webseitenbetreiber. Mutmaßlich handelt es sich dabei rechtlich bereits um den gemeinnützigen Förderverein.

Steiger-Stiftung nicht mehr so offensichtlich mit DRF assoziiert

Die Verbindungen der Björn-Steiger-Stiftung zur DRF Luftrettung werden aktuellweit weniger betont als vor der Umstellung. Auch die Online-Startseite der Steiger-Stiftung weist nicht mehr auf die Luftrettung hin. Allerdings leiten viele Web-Adressen mit Bezug zu Rettungshubschraubern, wie etwa www.christoph48.de, weiterhin auf diese Webseite um.

Team DRF gibt es nicht mehr

Ob die aktuell gewählte Benennung in der Langform mit "Deutsche Rettungsflugwacht Luftrettung" nicht gewisse Redundanzen in der Semantik aufweist, darüber mag noch zu diskutieren sein.
Eines steht aber fest:

Die beiden verbliebenen Kooperationspartner der DRF in der bisherigen Betreiberallianz "Team DRF", HSD und HDM, firmieren ab sofort ebenfalls unter "DRF Luftrettung". Damit ist das Ende des "Team DRF" beschlossene Sache. Die Firma Rotorflug war vor dieser Umstellung aus dem Team DRF ausgeschieden.

Hubschrauberlackierungen und andere Bestandteile des gemeinsamen Auftretens nach Außen hin sollen auf die genannten Änderungen schrittweise angepasst werden.

Webseite der HDM Luftrettung temporär offline

Wer derzeit auf die Internetpräsenz der HDM Luftrettung zugreifen möchte, landet nach dem bisherigen Introbild auf einer recht verspielt gestalteten Seite, die darauf hinweist, dass die Homepage "Under Construction" sei.

HSD aktualisiert online

Der HSD hingegen ist online wie gewohnt erreichbar. Allerdings wurde links oben das Logo gegen den neuen Schriftzug "DRF Luftrettung" ausgetauscht. Auch die Inhalte sind angepasst an die neuen Verhältnisse. Zudem sind die 2008 verkauften Bell 222 nicht mehr als Bestandteil der Flotte gelistet.

Neue Art der Haftung

Eine personenunabhängige Haftung stehe als wichtige Neuheit auf der Liste der jetzt vollzogenen Änderungen. drf.de zitiert Helmut Nanz, Präsident der DRF Luftrettung:

"Wir werden damit die Vereinsorgane haftungsrechtlich absichern und durch den Wechsel vom Vereinsrecht in Stiftungs- und Aktienrecht mehr Transparenz erreichen. Die Aufsicht des Regierungspräsidiums wird unseren Förderern und Spendern eine zusätzliche Sicherheit für die satzungsgemäße Verwendung der uns zur Verfügung gestellten Fördermittel bieten."

Für die Förderer werde sich im Wesentlichen nichts ändern, die Allokation ihrer Fördermittel komme unverändert der Luftrettung zugute.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
PPR
Quelle(n):
drf-luftrettung.de

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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