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Auswahlverfahren Sachsener Luftrettungszentren

13.03.2008

Dresden (SN) ::  Aktuell berichtet der Freistaat Sachsen auf seiner Internetseite www.sicherheit.sachsen.de wie folgt betreffs der Luftrettungszentren im Bundesland:

"Der Freistaat Sachsen, vertreten durch das Sächsische Staatsministerium des Innern, führt zur Übertragung von Leistungen des Luftrettungsdienstes an den Luftrettungsstationen Bautzen, Dresden, Leipzig und Zwickau Auswahlverfahren gemäß § 31 Abs. 1 des Sächsischen Gesetzes über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (SächsBRKG) vom 24. Juni 2004 (SächsGVBl. S. 245, 647), das zuletzt durch Artikel 10 b des Gesetzes vom 29. Januar 2008 (SächsGVBl. S. 133) geändert worden ist, durch."

Der Abschluss des öffentlich-rechtlichen Vertrages zum 01.01.2009 (für die Luftrettungsstation Bautzen zum 01.06.2010) für die Dauer von 8 Jahren erfolgt jeweils mit dem Antragsteller, der nachstehende Voraussetzungen erfüllt und das wirtschaftlichste Angebot vorlegt."

Interessenten sind der Mitteilung zufolge angehalten, mit dem Nachweis der Eignung unter Bezugnahme auf mehrere entsprechende Kriterien, bis zum 18.04.2008 ihre Bewerbung einzureichen. Dazu das Staatsministerium weiter:

"Ihnen werden sodann weitere Informationen zum Auswahlverfahren mit den Bewerbungsbedingungen, den erforderlichen Unterlagen und Nachweisen, den Kalkulationsgrundlagen, den Auswahlkriterien, dem Muster des abzuschließenden öffentlich-rechtlichen Vertrags, der Leistungsbeschreibung und dem Antrag auf Beteiligung am Auswahlverfahren kostenfrei zugesandt.
Die Frist zur Einreichung der vollständigen Antragsunterlagen (Antragsfrist) endet am 13.06.2008.

Betroffen sind die Stationen Christoph 38 (DRF), Christoph 46 (DRF), Christoph 61 (ADAC) sowie Christoph Leipzig (ADAC-Doppelstandort) und Christoph 62 (ELBE). Die Ergebnisse des nun anlaufenden Auswahlverfahrens, inklusive eventueller Auswirkungen in struktureller Hinsicht, bleiben abzuwarten.

Autor(en)
PPR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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