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Dölzig: Bau schreitet voran [Fotos ergänzt]

08.11.2007

Fotos ergänzt am 12.11.2007

Dank freundlicher Unterstützung unserer Leserschaft haben wir Bilder ergänzen können. Sie zeigen die Landung einer BK 117 und einer EC 135 zwecks Feinjustierung der Plattform-Fahrwege. So kann nun sichergestellt werden, dass die fahrbaren Untersätze der Helikopter an den korrekten Punkten zum Stehen kommen.

Schkeuditz (SN) ::  Derzeit entsteht in der Stadt Schkeuditz nordwestlich von Leipzig ein neues Luftrettungszentrum (LRZ) für die ADAC Luftrettung GmbH. Im Ortsteil Dölzig werden nach der Fertigstellung der Rettungshubschrauber (RTH) "Christoph 61" sowie der Intensivtransporthubschrauber (ITH) "Christoph Leipzig" gemeinsam beheimatet sein.

Johannes Herrmann hat rth.info aktuell einige Fotos vom derzeitigen Bauzustand zukommen lassen. Sein Vermerk dazu:

"Wie man sehen kann, scheint das Gebäude von außen schon so gut wie fertig, an den Außenanlagen wird noch kräftig gebaut, Zäune müssen errichtet werden, die Landefläche noch betoniert/asphaltiert/gepflastert werden, die Schienen für die Plattformen verlegt werden...
Trotzdem sieht es nach einem baldigen Umzug aus."

Beide Luftrettungsmittel stehen bislang am Flughafen Leipzig, der jedoch einerseits teuer bezüglich der zu entrichtenden Gebühren ist. Zweitens jedoch ist der Airport auch, wie viele Verkehrsflughäfen mittlerweile, drastisch verschärften Sicherheitsmaßnahmen und -kontrollen unterlegen. Medizinische Ausrüstung zum Rettungszentrum zu bringen, gestaltet sich dementsprechend schwieriger, weil zeitaufwändiger, wie rth.info vor einiger Zeit erfuhr. Terrorangst und Überwachungsmentalität des Schäuble-geführten Innenministeriums zeigen hier ihre Auswirkungen. So zitieren in einem ähnlichen Fall vom Stuttgarter Rettungszentrum aktuell die "Stuttgarter Nachrichten" auch Petra Hentschel von der Pressestelle der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) mit den Worten:

"Die Tatsache, dass die Sicherheitsauflagen dort (am Flughafen, Anm. v. rth.info) nach dem 11. September immer mehr verschärft worden sind, hat das tägliche Arbeiten immer schwieriger gemacht."

Der Verfasser erlaubt sich den persönlichen Kommentar, dass diesbezüglich einiges ad absurdum geführt wurde; und das betrifft nicht nur Leipzig und Stuttgart.
Zum geplanten Umzug der Stuttgarter Rettungscrews, die ebenfalls vom Flughafen wegziehen wollen, lesen Sie bitte die aktuell separat erscheinende Berichterstattung hier aufg rth.info.

Mit dem modernen Luftrettungszentrum werden die Teams der beiden gemeinsam stationierten Hubschrauber eine moderne Infrastruktur finden, die innerhalb des Gewerbegebiets in Dölzig wohl auch außerhalb potenziell lärmgeplagter Wohngebiete liegen wird.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
PPR
Wir danken für Unterstützung:
Marian Lindner, Johannes Herrmann
Quelle(n):
Johannes Herrmann

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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