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EC 145 für die DRF - Verzögerungen

16.06.2003

Donauwörth (BAY) ::  Nachdem rth.info längere Zeit keine Angaben mehr über den Status des weiteren Werdeganges der künftigen EC 145 der Deutschen Rettungsflugwacht e.V. publiziert hatte, folgt nun heute wieder ein kurzes Update der Informationen. Stand der Dinge ist nunmehr, dass die Auslieferung der ersten Maschine dieses Typs an die DRF sich nach einem Zwischenfall bei der Montage leicht verzögern wird. Derzeit wird die umfassende Elektronik des Hubschraubers noch komplettiert. Die EC 145 der DRF e.V. wird wie auch ihre "Kolleginnen" der ADAC Luftrettung eine Radarnase erhalten. Darüber hinaus wird die Maschine als neues "Flaggschiff" in die Flotte der DRF integriert werden; der Hubschrauber soll auch bei der DRF neue Maßstäbe sowohl in Bezug auf Avionik als auch unter intensivmedizinischen Aspekten setzen. (Über die EC 145 in der Luftrettung können Sie sich unter den rechts verlinkten Artikeln / Homepages informieren.)
Der Drehflügler, der bei der Eurocopter Deutschland in den Werkshallen im bayerischen Donauwörth derzeit endmontiert wird, hat übrigens bereits seine Grundierung hinter sich gebracht. Die Flugerprobung soll in Kürze beginnen, vermutlich wird sie nur noch wenige Wochen auf sich warten lassen. Die endgültige Lackierung soll die Maschine dann letztlich nicht durch die Eurocopter sondern von für die DRF arbeitendem Fachpersonal vorgenommen werden.

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Autor(en)
Patrik Kalinowski

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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