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Christoph 3 mit neuem Hubschrauber

22.06.2007

Köln (NRW) ::  Das Wetter meinte es nicht gut mit den geladenen Gästen zur feierlichen Indienststellung des neuen Zivilschutz-Hubschraubers (ZSH) vom Typ EC 135 T2i im Rheinpark in Köln. Kurz vor 10:00h überflogen heute D-HZSC und die BO 105 CBS-5 D-HGSV im Regen das Gelände, um wenig später auf der Wiese zu landen.

Als Ehrengast der Veranstaltung entstieg Bundesminister a.D. Dr. Hans-Dietrich Genscher der EC 135. Er hatte es sich nicht nehmen lassen, direkt von einem Rückflug aus Berlin auf dem Weg nach Hause einen Abstecher in den Rheinpark zu machen, um der Veranstaltung beizuwohnen. Immerhin hatte er selbst am 21. Dezember 1971 den heutigen "Christoph 3" als zweiten RTH der öffentlich-rechtlichen Luftrettung in Deutschland mit dem Rufnamen "Johannes Köln 1" in Leverkusen in Dienst gestellt. Auch drei ehemalige Piloten des BGS (heute Bundespolizei) aus dieser Anfangszeit waren anwesend.

Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Dr. Frank Stollmann, Leitender Ministerialrat im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, und Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln, – unmittelbar vor ihrer Rede hatte es aufgehört zu regnen – unterstrichen in ihren Reden den hohen Stellenwert der Luftrettung und den fortwährenden Beitrag des Bundesministeriums des Innern mit den Hubschraubern der neuesten Generation.

Aufmerksame Zuhörer waren der Leiter der Berufsfeuerwehr Köln, Stephan Heuhoff, und der ärztliche Leiter der Stadt Köln, Drof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner.
Leitender Polizeidirektor Gunter Carloff verdeutlichte die Besonderheiten des neuen Hubschraubers und seiner neusten technischen Ausstattung. Leistungsstärke geht einher mit Geräuschreduzierung. Insbesondere das aktive Hinderniswarnsystem HELLAS stellt einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor für die Besatzung dar. Gleichzeitig mahnte er bei den zuständigen Stellen die Umsetzung der Planung für die neue gemeinsam mit Christoph Rheinland vorgesehenen Station auf dem Kalkberg an. Hier ist anzumerken, dass betroffene Bürger während der Veranstaltung mit verteilten Kopien eines Schreibens ihres Rechtsvertreters über ihren Standpunkt informierten.

Vertreter der beiden großen Konfessionen verwiesen auf den Einsatz von Technik und Besatzungen zum Wohle des Nächsten. Nach der Einsegnung vollzogen die Vertreter der zuständigen Behörden symbolisch die Übergabe, indem sie den Stick einer Alouette II an die Besatzung weiterreichten. Die Medienvertreter nutzten die Gelegenheit, um sich über Technik und Ausstattung des neuen Hubschraubers zu informieren und in kurzen Interviews Statements zur Luftrettung zu erhalten.

Mit dem gemeinsamen Start und einem Überflug verabschiedeten sich die beiden Hubschrauber. Die BO 105 flog zu einem anstehenden Maschinentausch nach Duisburg, während die EC 135 direkt zum Luftrettungszentrum nach Merheim abdrehte und dort auf der Plattform neben dem Einsatz-Hubschrauber "Christoph 3" (BO 105 D-HBGS) landete. Nach der Übergabe an den diensttuenden Piloten wurden letzte Einzelheiten abgeklärt und die medizinische Ausstattung umgeräumt. Aus einem Einsatz nach Bonn flog Christoph Rheinland während dieser Zeit die Station zum Tanken an, um anschließend einen Patienten zur Verlegung nach Essen zu übernehmen. Die BO wurde nach Hangelar in die Staffel überführt.

Die erste Alarmierung für den "neuen" Christoph 3 erfolgte gegen 14:40h; noch bevor die Triebwerke ganz hochgefahren waren, bestellte ihn die Leitstelle jedoch wieder ab. Um 15:09h startete die EC 135 T2i zu ihrem ersten Einsatz nach Wipperfürth.

Nach der Durchführung des vorgeschriebenen HCM-Lehrgangs für die Rettungsassistenten von Christoph 29 in der 24. und 25. Kalenderwoche bei der Bundespolizei-Fliegerstaffel Mitte in Fuldatal mit praktischen Teilen im ZSH D-HZSD erfolgt der Wechsel von Bell 212 auf den ZSH D-HZSB im Rettungszentrum Bundeswehrkrankenhaus Hamburg am 4. Juli um 11 h. Schon am nächsten Tag um 13:00h findet in Hannover die Feierstunde für die Indienststellung D-HZSD statt.

In der 25. Kalenderwoche wurde im Werk Donauwörth bereits der sechste neue ZSH technisch von der Bundespolizei-Fliegergruppe abgenommen. Die D-HZSE wurde am 22. Juni durch einen Piloten von ECD in die Bundespolizei-Fliegerstaffel Nord, Stützpunkt Gifhorn überführt. Damit kann auch bei Christoph 13 in Bielefeld in Kürze der Flugbetrieb aufgenommen werden. Als "offizieller" Termin ist erst später der 06. September vorgesehen.

Ende des Monats wird D-HZSF das Werk verlassen und als Reserve-Hubschrauber in der Bundespolizei-Fliegerstaffel Süd stationiert werden. Damit ist dort die Ära der BO 105 dann endgültig vorbei. Schon jetzt sind die BO's aus dem Süden an anderen Luftrettungszentren zu finden. Sie sind leicht an den besonderen Merkmalen zur Ausrüstung mit dem Bergetau zu erkennen. Wenn die Auslieferung der neuen ZSH wie geplant weiter geht, ist der Generationswechsel bereits im Frühjahr 2008 abgeschlossen.

rth.info wünscht den Besatzungen und den Patienten im Christoph 3 immer eine glückliche und gesunde Heimkehr.

 

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Autor(en)
PPR
Ulrich Schröer