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Rettungshubschrauber behindert: Mordverdacht

14.02.2007

Saarburg (RPF) ::  Wie mehrere Medien derzeit berichten, ist der Rettungswachenleiter der DRK-Rettungswache Saarburg unter dem Verdacht des versuchten Mordes verhaftet worden. Dies geht unter anderem aus einem aktuellen Bericht des Südwestrundfunks (SWR) hervor.

Der 47-Jährige soll bei Rettungseinsätzen vier Mal den Funkverkehr des Hubschraubers durch einen minutenlangen Dauerton gestört haben. Dabei sei ihm bewusst gewesen, dass Patienten hätten sterben können, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dies begründe den Tatverdacht des versuchten Mordes aus "niederen Beweggründen". Durch das Abhören des Funkverkehrs habe er von den Krankheiten der Patienten, unter anderem Hirnschlag und Herzanfall, gewusst.

(Quelle: SWR Nachrichten vom heutigen 14.02.2007)

Dem Beschuldigten, der die Tatvorwürfe bestreite, wird vorgeworfen, "eigensüchtige Motive über den Schutz menschlichen Lebens" gestellt zu haben, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Roos zitiert wird. Möglicherweise habe der Rettungswachenleiter finanzielle Einbußen und / oder Personalabbau an seiner DRK-Rettungswache befürchtet, die seit 2005 im Einzugsgebiet des luxemburgischen Rettungshubschraubers der LAR liegt. Möglicherweise habe der 47jährige, mittlerweile vom Dienst suspendierte Beschuldigte also den Hubschrauber als Konkurrenz zum Saarburger Notarztstützpunkt gesehen. Die Funk-Sabotage habe die Bundesnetzagentur laut Staatsanwaltschaft bei der Rettungswache in Saarburg geortet, wo nur der Beschuldigte als Verdächtiger in Frage komme.

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Autor(en)
PPR
Uwe Mattuschka
Quelle(n):
SWR, input-aktuell.de*

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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