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Digitalfunk-Einführung weiter verzögert

16.12.2006

Berlin (BLN) ::  Aus Berlin ist am 13.12. die Meldung gekommen, dass die Verhandlungen mit der Bahn über die Realisierung eines Digitalfunknetzes für die deutschen Sicherheitsbehörden und -organisationen gescheitert ist. Per Pressemitteilung ließ das Bundesinnenministerium verlauten, man halte die vorgelegten Angebote der Bahn "weder für tragfähig noch verhandlungsfähig". Der Lenkungsausschuss stimme dem BMI zu, "dass das Angebot der Bahn vom 30.11.2006 und das ergänzende Angebot vom 12.12.2006 aus inhaltlichen Gründen, aber auch unter preislichen und Kostenaspekten sowie der veränderten Risikoverteilung" nicht diskutabel sei.

Trotzdem, so hieß es, halten Bund und Länder an dem Ziel fest, "bis Ende 2010" eine flächendeckende Versorgung der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) mit dem Digitalfunk eingeführt zu haben. Das Vorhaben, die bestehenden analogen Funknetze durch einen digitalen Nachfolger zu ersetzen, resultiert aus der Erkenntnis, dass die vor Jahrzehnten entwickelte derzeit genutzte Funktechnik schlichtweg überholt ist und dabei wesentlich weniger Flexibilität und Belastbarkeit als Digitalfunk, sowie keine Abhörsicherheit bietet. Ursprünglich war bereits als Ziel gesetzt gewesen, an möglichst vielen Orten rechtzeitig zur Weltmeisterschaft 2006 mit digitalem Funk arbeiten zu können. Von einer flächendeckenden Lösung sind Bund und Länder jedoch noch weit entfernt. Gerade die Aufteilung der Finanzierung des Mammutvorhabens sorgte für langanhaltenden Zündstoff zwischen Bund und Ländern.

Als elementarer Bestandteil der deutschen Rettungsdienste sind auch die Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber wesentlich von dieser zu erwartenden Umstellung betroffen. Der Funkverkehr mit den Leitstellen und anderen Rettungseinheiten – v.a. Feuerwehr, Polizei und bodengebundene Rettungskräfte – findet im Hubschrauber mit 4m-Funkgeräten statt. Regional unterschiedlich sind auch zusätzlich Funkbetriebslösungen im 2m-Bereich implementiert.

 

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Autor(en)
PPR
Quelle(n):
Pressemitteilung des BMI vom 13.12.2006