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500. Einsatz von Christoph 48

08.11.2006

Neustrelitz (MVP) ::  "Wir fliegen dort, wo andere Urlaub machen", schwärmte Stationsleiter Michael Michalk Anfang Juli diesen Jahres über das Einsatzgebiet 'seines' Rettungshubschraubers "Christoph 48". Die mecklenburgische Seenplatte bietet auch alle Voraussetzungen dafür, nach erfolgtem Einsatz auch mal die Aussicht auf die Landschaft zu genießen.
Nach der Übernahme des letzten Luftrettungszentrums der Bundeswehr am 01.07.2006 durch die ADAC-Luftrettung GmbH hatten jetzt die Luftretter aus Mecklenburg-Vorpommern ihr erstes kleines Jubiläum. Am 06.11.2006 absolvierten sie mit ihrer EC 135 P2 mit der Kennung D-HSWG ihren 500. Einsatz unter der Flagge der ADAC Luftrettung und waren bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 270 Flugstunden unterwegs. Dass es sich bei Auftrag Nr. 500 gerade um einen dringlichen Verlegungsflug im Land Brandenburg handelte, ist der Tatsache geschuldet, dass im nordwestlichen Brandenburg ein weißer Fleck im System der Luftrettung vorhanden ist. Da alle anderen geeigneten Luftrettungsmittel des Landes Brandenburg und der ITH Berlin im Einsatz waren, blieb der für Verlegungsflüge zuständigen "Leitstelle Lausitz" in Cottbus für diesen dringlichen Transport keine andere Möglichkeit, als in der Leitstelle Neustrelitz um Hilfe zu bitten. Der Patient konnte dann binnen kürzester Frist durch Christoph 48 vom Krankenhaus Wittstock in ein brandenburgisches Herzzentrum zur Weiterbehandlung geflogen werden. Christoph 48 begab sich nach Übergabe des Patienten auf den Rückflug ins mecklenburgische Neustrelitz. Mit einem kurzen Tankstopp bei der Bundespolizeifliegerstaffel Ost in Blumberg und späterer sicherer Landung am LRZ Neustrelitz, wurde der 500. Einsatz erfolgreich abgeschlossen.
Die vorhandene Lücke im System der Luftrettung im Land Brandenburg wird voraussichtlich am 01.07.2007 geschlossen werden, wenn das neue Luftrettungszentrum in Perleberg seinen Betrieb aufnehmen wird. Baubeginn wird noch im Dezember diesen Jahres sein. rth.info wird Sie auf dem Laufenden halten.

Geänderte Stationshomepage-Adresse

Christoph 48 ist ab sofort unter einer neuen URL im Internet zu erreichen. Über www.christoph-48.de* gelangt der User auf die Internetseiten des Neustrelitzer Luftrettungszentrums. Die bisherige Domain wird im 1. Quartal kommenden Jahres abgeschaltet. Den Link finden Sie auch im Kontextbereich dieser Nachrichtenmeldung sowie in der Stationsinfothek.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Uwe Mattuschka
Wir danken für Unterstützung:
ADAC Luftrettung GmbH, Team Christoph 48

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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