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Werber für Luftrettung - dubiose Angaben

21.09.2006

Oberursel im Taunus (HES) ::  Wieder einmal sind Werber für eine Luftrettungsorganisation unterwegs - diesmal für die Internationale Flugambulanz (IFA).
Gegenüber einem glaubwürdigen Einwohner der Stadt Oberursel im Taunus, der, selbst Rettungsassistent, genauer nachfragte, welche Projekte denn von der IFA unterstützt werden würden, gab der Werber unter anderem an, die IFA würde in Frankfurt am Main/Höchst einen Intensivverlegungshubschrauber installieren!

Vorsichtshalber wurde die zuständige Polizeistation über die Anwesenheit der Werberkolonne informiert, Ergebnisse hierüber liegen noch nicht vor.

Die IFA ist seit 2005 nicht mehr in der Luftrettung aktiv. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hatte sie ihr einziges Luftrettungszentrum (LRZ) am Flughafen in Leipzig aufgeben müssen. Die ADAC Luftrettung hatte nach einer Neuausschreibung des LRZ ein deutlich günstigeres Angebot für den Betrieb der Station abgeben können. Die IFA hatte sich gerichtlich lange, aber schlussendlich erfolglos gegen die Neuvergabe der Station durch den Freistaat Sachsen gewehrt.

Autor(en)
Bernhard Rühl

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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