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DRF setzt "D-HEOY" in Leonberg ein

05.01.2006

Leonberg (BWÜ) ::  Mangels eigener einsatzbereiter Maschinen vom Typ EC 135 greift die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. (DRF) derzeit in Leonberg auf eine "Gastmaschine" zurück: Die als "D-HEOY" registrierte EC 135 von Helicopter Travel Munich (HTM) fliegt so nun nach ihrem Abzug aus Leipzig erstmals wieder in der deutschen Luftrettung. Zwar ist die typische Lackierung des vormaligen Nutzers der Maschine in Leipzig noch erhalten – das rot-weiße Schema der Internationalen Flugambulanz – doch die DRF hat einige Aufkleber angebracht, welche auf den jetzigen Nutzer der Maschine aufmerksam machen sollen.

Die DRF übernimmt am morgigen 06. Januar die fliegerische Komponente der Luftrettungs-Station Dresden von der Bundespolizei. Dort soll sie mit einer EC 135 den Betrieb weiterführen - so ist es vom sächsischen Staatsministerium des Innern gefordert. Ihre übrigen Maschinen vom Typ EC 135 setzt die DRF in Suhl, Ochsenfurt und eben Leonberg ein. Da bislang nur drei Maschinen diesen Typs zur Verfügung stehen, ist eine Ergänzung der Flotte erforderlich. Diese wird für Mitte diesen Jahres erwartet. Für die DRF sind weitere EC 135 in Bau. Eine davon wird nach Übergabe der Zivilschutz-Hubschrauberstation Nordhausen an die DRF dann gemäß den Bedingungen der Ausschreibung dort eingesetzt werden.

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PPR

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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