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Internationale Flugambulanz: Fly-Out Leipzig

01.11.2005

Leipzig (SN) ::  Nach etwa drei Jahre andauernden inner- und außergerichtlichen Auseinandersetzungen ist die Internationale Flugambulanz ("IFA") ab sofort nicht mehr in der deutschen Luftrettung aktiv. Die Organisation, die seit 1990 Rettungshubschrauber in Leipzig betrieben hatte, musste ihr einziges Luftrettungszentrum an die ADAC Luftrettung abgeben. Diese übernimmt zum 01. November 2005 den Flugbetrieb von "Christoph 61" (Rettungshubschrauber) mit einer Maschine vom Typ EC 135 und von "Christoph Leipzig" (Intensivtransporthubschrauber) mit einer BK 117. Bei vergleichbarem Leistungsstandard konnte die ADAC Luftrettung aufgrund der Vielzahl ihrer Luftrettungsstationen deutlich kostengünstigere Preise für den Rettungsflugbetrieb bieten als die IFA.

Die Umstellung auf den neuen Betreiber ist die Konsequenz aus einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bautzen zum Thema, welches die Rechtmäßigkeit der Neuvergabe der Station nach der Neuausschreibung durch das Land Sachsen überprüft und letztlich bestätigt hatte.

Die IFA ist dessen ungeachtet weiterhin existent; sie betreibt wie schon in den vergangenen Jahren Auslandsrückholung von Kranken und Verletzten, die nach Deutschland zurückgeflogen werden sollen. Diese sogenannten Repatriierungsflüge werden mit einem Lear-Jet ausgeführt, haben aber mit der Luftrettung im herkömmlichen Sinne wenig zu tun. Für den deutschen hubschraubergebundenen Luftrettungsdienst zählt die IFA somit ab sofort zu den ehemaligen Betreibern. Zum Hubschrauber-Rettungsdienst, für welchen die IFA in den neuen Bundesländern aufgrund ihres besonders frühen Engagements als Pionier galt, ist auf der Webseite der IFA jetzt kein Wort mehr zu finden.

Dennoch verdienen die Leistungen der Mitarbeiter, die auf den Helikoptern der IFA Dienst getan haben, Anerkennung und Respekt. rth.info wünscht dem neuen Stationsinhaber viel Glück und Erfolg beim Betrieb der Doppel-Station Leipzig.

Was sich auf rth.info geändert hat

  • Die Stationsinfothek wurde aktualisiert
  • Der Betreibertext zur IFA steht nun unter "Ehemalige Betreiber"
  • Temporär der IFA gewidmeter FlyOut-Banner

 

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PPR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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