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Jetzt entschieden: DRF übernimmt Station Nordhausen

16.09.2005

Erfurt (THÜ) ::  Der thüringische Rettungshubschrauber "Christoph 37", bislang von Bundespolizei-Piloten für das Bundesinnenministerium geflogen, wird zum 01.07.2006 an die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. (DRF) abgegeben. Der Bund zieht sich nun auch dort aus der Bereitstellung von Maschinen für die Luftrettung zurück. Nach Lünen (Unna / NRW) wird Nordhausen voraussichtlich die nächste von insgesamt vier zuvor bundeseigenen Hubschrauberstandorten sein, welche an nichtstaatliche Betreiber übergeben werden.
Das ist das Ergebnis des unlängst beendeten Ausschreibungsverfahrens. Dieses war gemäß der Landeszuständigkeit für den Rettungsdienst vom Land Thüringen vollzogen worden. Die DRF erhielt den Zuschlag und soll Mitte nächsten Jahres mit einer Maschine des modernen Typs Eurocopter EC 135 den Betrieb übernehmen. Der Bund betreibt die Station Nordhausen mit einem Hubschrauber des deutlich älteren, aber bewährten und ebenfalls sehr zuverlässigen Baumusters BO 105. Dieser Typ stammt noch aus den Gründerzeiten der zivilen Luftrettung in Deutschland um 1970. Der Bund beschaffte diese Hubschrauber in ansehnlicher Stückzahl um sie den Ländern für Katastrophenschutz und Rettungsdienst zur Verfügung zu stellen. Der Bund führt die Hubschrauber als Mittel des Zivilschutzes.

An den Zuständigkeiten für die Bereitstellung von Notärzten und Rettungsassistenten für den Betrieb des Rettungshubschraubers soll sich nichts ändern - Gegenteiliges jedenfalls ist bislang nicht bekannt geworden. Es geht also nächstes Jahr um die rein fliegerische Komponente, die bis dahin wie gewohnt die Bundespolizeifliegerstaffel Mitte aus Fuldatal als Exekutivorgan des Bundes stellen wird. Sowohl Deutsche Rettungsflugwacht als auch die Bundespolizei stellen seit Jahrzehnten erfahrene Piloten, Techniker und Helikopter in die Dienste der Luftrettung.

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PPR

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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