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Sicherheit für Papstbesuch: Bundeswehr hilft

04.08.2005

Düsseldorf (NRW) ::  Der 20. Weltjugendtag 2005 in Köln und Umgebung ist in Anbetracht der weltweiten Gefährdung durch politisch bzw. religiös motivierte Anschläge potenzielles Ziel von Attentaten. Das Land Nordrhein-Westfalen setzt auf massive präventive und abwehrende Schutzmaßnahmen rund um das Spektakel. Laut einer ministerialen Pressemitteilung wird die Bundeswehr die Sicherheitsvorkehrungen durch Hubschrauber ergänzen - allerdings auf Seiten der rettungsdienstlichen Gefahrenabwehr.

Dies wird erfolgen durch die Bereitstellung von vier Hubschraubern, die in rettungsdienstliche Konzepte eingebunden werden. Zwei SAR-Hubschrauber des Such- und Rettungsdienstes der Bundeswehr werden während der großen Abschlussveranstaltung, so das nordrhein-westfälische Innenministerium in einer Presseerklärung, ebenso bereitstehen wie zwei Großraum-Rettungshubschrauber (GRH) vom Typ CH 53 G (Heeresflieger). Archiv-Fotos solcher Bundeswehrhubschrauber finden Sie untenstehend.

Ein komplett - bis auf einige genau definierte und überwachte Zonen - gesperrter Luftraum soll für Sicherheit am Himmel einerseits und reibungslosen Flugbetrieb der Rettungs- und Polizeiflieger andererseits sorgen.

Hintergrund

Bei einem Besuch auf dem Marienfeld bei Köln stellte NRW-Innenminister Ingo Wolf am Donnerstag (04.08.05) Details des Katastrophenschutzes für die Papstmesse vor.
So nehmen den Sanitätswachdienst am Boden indes Malteser und Rotes Kreuz mit insg. 2 500 Helfern wahr; zusätzlich zu 40 festen und 5 mobilen Unfallhilfsstellen, von denen jede mit 20 Mitarbeitern und einem Arzt als erste Anlaufstelle für die Versorgung von bis zu 25.000 Besuchern ausgelegt sein soll. Die Bundeswehr ergänzt dieses Aufgebot durch ein "Medical Center" mit 120 Mitarbeitern (davon 30 Ärzte), 4 Intensivbetten und 2 OP's zur Versorgung von etwa 70 Patienten. Die Patiententransporte in die Hilfsstellen, das Medical Center und umliegende Krankenhäuser sollen insgesamt ca. 120 Helfer, 40 Rettungswagen und 50 weitere Rettungsfahrzeuge sicherstellen. Vier Behandlungsplätze - davon einer aus dem Rhein-Erft-Kreis - mit etwa 680 Helfern und vier Transportkomponenten mit etwa 300 Helfern und Ärzten sind als Bestandteil des Katastrophenschutzes zusätzlich eingeplant. Die Feuerwehr wird laut Konzept mit über 30 Fahrzeugen (in 6 Löschzügen) und 230 Feuerwehrkräften Brandschutz und Technische Hilfeleistungen wahrnehmen.

Die Koordination der Rettungskräfte obliegt Einsatzleitungsstrukturen, zu denen 150 Fach- und Führungskräfte mit mehr als 20 Einsatzleitfahrzeugen zählen.

Auf die polizeiliche Gefahrenabwehr von Landespolizeien und Bundespolizei soll an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden, da es thematisch den Rahmen sprengen würde. Es wurde allerdings, dies sei noch kurz vermerkt, bereits angekündigt, dass die komplette Fliegerstaffel der Polizei NRW in die Sicherheitskonzepte eingebunden werde.

Der XX. Weltjugendtag Köln (XX. Giornata mondiale della gioventù Colonia) erstreckt sich auf den Zeitraum vom 11. bis zum 21. August 2005.

 
Autor(en)
PPR
Quelle(n):
Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Pressemitteilung); WDR