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Friedrichshafener Flugretter feiern

01.07.2005

Friedrichshafen (BWÜ) ::  Mit einem Tag der offenen Tür feierte das Luftrettungszentrum der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) in Friedrichshafen am 11. Juni 2005 seinen 25. Geburtstag.

Seit dem 20. Oktober 1980 ist der DRF-Rettungshubschrauber mit Funkrufnamen „Christoph 45“ am Städtischen Krankenhaus (SKH) Friedrichshafen stationiert. Am 21. Oktober 1980 startete er zu seinem ersten Einsatz. Eingesetzt wurde damals ein Hubschrauber vom Typ Bell 206 Long Ranger. Seit 1983 ist eine BO 105 in Betrieb.

Ursprünglich war die Stationierung des DRF-Rettungshubschraubers in Ravensburg vorgesehen. Das dortige Krankenhaus konnte damals jedoch nicht das medizinische Personal stellen. Auf Nachfrage erklärte sich das SKH Friedrichshafen bereit, das medizinische Personal für den Hubschrauber bereitzustellen. Treibende Kraft im SKH Friedrichshafen und erster Leitender Notarzt war der damalige 1. Oberarzt der Kardiologie Dr. Udo Stirner.

Zur aktuellen Besatzung von „Christoph 45“ gehören drei DRF-Piloten, drei DRF-Rettungsassistenten und 20 Notärzte. Das Einsatzgebiet umfasst die Landkreise Biberach, Bodensee, Kempten, Krumbach, Konstanz, Lindau, Oberallgäu, Ravensburg, Sigmaringen und Zollern-Albkreis. Auch in Österreich (Leitstellenbereich Vorarlberg) wird der Hubschrauber alarmiert, hauptsächlich für den Transport von Intensivpatienten.

Neben häuslichen Unfällen, Arbeits- und Verkehrsunfällen, akuten Erkrankungen und Kindernotfällen gehören auch Bergeinsätze in den nahe gelegenen Allgäuer Alpen und Rettungsflüge über dem Bodensee zum Einsatzspektrum.

In Kooperation mit der Kinderklinik des Städtischen Krankenhauses Friedrichshafen und der St. Nikolaus-Kinderklinik des Elisabethen-Krankenhauses Ravensburg führt das Luftrettungszentrum Friedrichshafen auch Transporte von Frühgeborenen oder anderen Risikogeburten durch. 2004 wurden insgesamt 16 Inkubator-Einsätze durchgeführt, 2005 bisher sieben Einsätze – drei davon allein im Mai.

Insgesamt war der DRF-Rettungshubschrauber „Christoph 45“ im vergangenen Jahr 763 Mal im Einsatz. Seit Gründung des Luftrettungszentrums wurden bereits über 18.600 Einsätze geleistet.

Autor(en)
Originaltext DRF-Pressemitteilung (gekürzt)
Quelle(n):
Originaltext DRF-Pressemitteilung vom 27.06.2005

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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