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Deggendorf: neue Landeplatzkonstruktion für zwei Hubschrauber

05.08.2018

Deggendorf (BAY) ::  Das Donauisar Klinikum Deggendorf verfügt über einen neuen Landeplatz, genauer gesagt über zwei: Die Stahlplattform in 14 Meter Höhe bietet Platz für Start- und Landung zweier Maschinen und ersetzt somit den bisherigen Landeplatz am Boden. Das sei ein großer Benefit für die Patienten, die dadurch eine noch schnellere Behandlung im Krankenhaus erhalten wie bisher, weil der Zwischentransport am Boden somit entfalle, wie es aus der Pressemitteilung der Klinik heißt.

Das Klinikum Deggendorf ist ein Krankenhaus der Versorgungsstufe 2 und hat im Ostbayerischen Raum einen großen Einzugsradius. Nicht nur aufgrund der Expertise in der Versorgung von Wirbelsäulenverletzungen ist das Krankenhaus ein häufiges Ziel von Rettungshubschraubern. Zu den „Stammgästen“ zählen die nächstgelegenen RTHs wie „Christoph 15“, „Christophorus Europa 3“ oder „Christoph Regensburg“, aber auch von überregionalen Maschinen wird das Klinikum angeflogen. Somit kann es durchaus vorkommen, dass zwei Hubschrauber gleichzeitig am dortigen Landeplatz stehen.

Zur Einweihung erfolgte ein offizieller Festakt am 26. Juli 2018, zu dem verschiedene Ehrengäste und am Großprojekt Beteiligte geladen waren. Der Freistaat Bayern beteilige sich an den Kosten mit 2,6 Millionen Euro, die Gesamtkosten inklusive dem darunterliegenden Parkhaus betrugen 11,57 Millionen Euro. Die Fläche umfasse 2000 Quadratmeter, das Tragwerk bestehe aus 300 Tonnen Stahl. Neben einer Schnee- und Eisfreihaltung und der halbautomatischen Löschanlage stünde außerdem eine Tankanlage bereit, was zweifelsohne nicht zur Standardausstattung zählt.

Zur Jungfernlandung setzte die EC 135 „D-HBYA“ der ADAC-Luftrettung um 8:36 Uhr auf der Plattform auf und Pilot Florian Müller nahm den ersten Eintrag ins Logbuch vor. Pro Jahr werden um die 500 Landungen von Rettungshubschraubern am Klinikum Deggendorf erwartet, der reguläre Betrieb des neuen Landeplatzes läuft seit 1. August. Die erste reguläre Landung eines RTHs erfolgte noch am selbigen Tag um 14.45 Uhr durch „Christophorus Europa 3“ (Video siehe Weblink).

Autor(en)
MST
Wir danken für Unterstützung:
Donauisar Klinikum Deggendorf
Quelle(n):
Offizielle Pressemitteilung Doinauisar Klinikum Deggendorf

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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