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Neuer Hubschrauber für Berliner Luftretter

05.07.2016

Berlin (BLN) ::  Am heutigen Montag (am 4. Juli 2016, Anm. d. Red.) wurde an der Berliner Station der DRF Luftrettung in Anwesenheit von Innensenator Frank Henkel ein Hubschrauber der neuesten Generation in Betrieb genommen. Die Besatzungen von „Christoph Berlin“ starten künftig mit einer Maschine des Typs H 145 zu ihren Rettungseinsätzen. Als einziger Hubschrauber in der Bundeshauptstadt ist „Christoph Berlin“ täglich rund um die Uhr einsatzbereit.

„Wir freuen uns, dass die Bevölkerung Berlins bei der schnellen Rettung aus der Luft künftig auf diesen hochmodernen Hubschrauber zählen kann“, sprach Innensenator Frank Henkel seinen Dank an die Luftretter aus. „Die medizinische Versorgung der Region wird davon profitieren“, ist sich der Innensenator sicher. Im Zuge der Feierlichkeiten ließ sich Innensenator Henkel die Funktionen des neuen rot-weißen Hubschraubers gründlich erklären. Danach wünschte er der Besatzung bei ihren oft lebensrettenden Einsätzen allzeit guten Flug.

„Im vergangenen Jahr haben wir als erste Luftrettungsorganisation weltweit den neuen Hubschraubertyp H 145 in Betrieb genommen. Dieser Typ ist für nächtliche Rettungseinsätze mit Nachtsichtgeräten optimal geeignet. Auch die medizinische Ausstattung der H 145 ist hochmodern. Wir sind sehr stolz, dass wir diesen Hubschraubertyp ab heute auch in der Bundeshauptstadt einsetzen. Für uns bedeutete dies eine Investition in Höhe von neun Millionen Euro“,

so Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung.

„Christoph Berlin“ ist am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) stationiert. Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des ukb, lobte die Vorteile des neuen Hubschraubers: „Der geringere Geräuschpegel der H 145 ist in einer dicht besiedelten Großstadt wie Berlin ein wichtiger Pluspunkt. Schon bei der Einweihung des Dachhangars hatten wir den Anwohnern versprochen, dass nach Möglichkeit immer der modernste und damit geräuschärmste Hubschrauber eingesetzt wird. Dank unseres Partners DRF Luftrettung, der für die Hubschraubergestellung verantwortlich ist, konnten wir bis heute immer Wort halten.“

Ebenfalls vor Ort waren Sieglinde Ehbrecht, Referatsleiterin des Verbands der Ersatzkassen Berlin und Uwe Grünhagen, Landesvorsitzender des Arbeiter-Samariter-Bunds Berlin, um sich ein Bild von der neuen Maschine zu machen.

Die neue H 145

Der neue „Christoph Berlin“ ist leistungsstärker als die Vorläufermodelle und bietet dank des ummantelten Heckrotors mehr Sicherheit im Einsatz. Auch die Funk- und Navigationsanlagen wurden neu entwickelt: Beispielsweise werden alle wichtigen Flugdaten auf großen Displays angezeigt.

Eine Besonderheit der H 145 ist das vollkommen neu gestaltete medizinische Innenraumkonzept, an dessen Entwicklung die DRF Luftrettung beteiligt war. Unter anderem wurde die Trage von links nach rechts platziert, um der Besatzung ergonomischeres und effizienteres Arbeiten zu ermöglichen. Die Sitze der Besatzungsmitglieder können gedreht und an verschiedenen Stellen der Kabine positioniert werden. Damit können sich Notarzt und Rettungsassistent optimal auf die Anforderungen jedes einzelnen Patienten einstellen.

Hintergründe zur Station Berlin

„Christoph Berlin“ ist tagsüber mit einem, nachts mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzt. Er ist als fliegende Intensivstation (als Hubschrauber nach ITH-Norm, Anm. d. Red.) ausgestattet. Er wird für dringende Patiententransporte zwischen Kliniken und in der Notfallrettung eingesetzt. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern erreicht er in maximal 15 Flugminuten.

Autor(en)
Original Pressemitteilung DRF Luftrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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