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Zweiter Hubschrauber für LAA

05.10.2015

London (GB) ::  Bereits seit 26 Jahren stellt in der Hauptstadt von England ein Notarzthubschrauber der „London’s Air Ambulance“ die medizinische Versorgung bei traumatischen Notfällen aus der Luft sicher. Doch steigende Einsatzzahlen bei wachsender Bevölkerung sorgen für eine regelrechte Überlastung des Rettungsmittels. Fiel die Einsatzmaschine „G-EHMS“ vom Typ MD 902 Explorer zudem aufgrund von Inspektion oder Defekt aus, konnte es durchaus zu Lücken in der Einsatzbereitschaft kommen.

Viele Spendenaktionen und zahlreiche Helfer ermöglichten nun die Beschaffung eines weiteren Hubschraubers des gleichen Typs. Dabei handelt es sich um eine Maschine, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ebenfalls als Rettungshubschrauber wurde. Sie wird in den kommenden Monaten nach England überführt, wo sie die Kennung „G-LNDN“ erhalten wird. Weitere zwei Millionen Pfund sind jedoch nötig, um den parallelen Betrieb beider Maschinen die nächsten fünf Jahre lang zu ermöglichen. Doch der Aufwand dürfte sich lohnen – es wird geschätzt, mit dem zusätzlichen Hubschrauber jährlich bis zu 400 weitere Patienten versorgen zu können.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
MST
Quelle(n):
Austrian Wings

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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