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ÖAMTC-Notarzthubschrauber künftig auch im Nachteinsatz

18.08.2015

Wien (A) ::  Wie das österreichische Luftfahrtmagazin „Austrian Wings“ berichtet, plant der ÖAMTC den Einsatz seiner Notarzthubschrauber künftig auch nachts für Primäreinsätze.

Zurzeit fliegen die Maschinen der „Christophorus”-Flugrettung nur unter Sichtflugbedingungen, im Normalfall zwischen Sonnenauf- und -untergang. Bis Ende kommenden Jahres soll sich dies flächendeckend ändern, heißt es seitens des Christophorus Flugrettungsvereins.

Um die Besatzungen jederzeit mit aktuellen Daten, z.B. über kurzfristig errichtete Hindernisse, informieren zu können, sollen die Maschinen neben der Ausrüstung mit Nachtsichtgeräten zusätzlich mit einem „Moving Maps”-System ausgestattet werden.

Für Sekundärtransporte steht bereits seit mehreren Jahren der am Heliport Wiener Neustadt stationierte „Christophorus ITH“ rund um die Uhr zur Verfügung. Da sich Primäreinsätze mit Außenlandungen nachts deutlich risikobehafteter gestalten als tagsüber, endet die Einsatzbereitschaft der „Christophorus”-Notarzthubschrauber derzeit bei Sonnenuntergang.

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Autor(en)
Tim und Ralph Nußbaum
Quelle(n):
Austrian Wings

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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