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Christoph 64: Inbetriebnahme “wie geplant im Sommer“

11.06.2015

Angermünde (BWÜ) ::  Der für Angermünde im Nordosten Brandenburgs vorgesehene Rettungshubschrauber “Christoph 64“ wird “wie geplant im Sommer“ seinen Betrieb aufnehmen. Dies teilte vor wenigen Tagen die Pressestelle der DRF Luftrettung auf Anfrage von rth.info mit.

Die Bauarbeiten am neuen Luftrettungszentrum im Angermünder Gewerbegebiet “Oderberger Straße“ kommen ebenfalls planmäßig voran, wie aktuelle Aufnahmen der gegenüber der DRF-Station platzierten Webcam zeigen. Den Weblink finden Sie im Kontextbereich dieser News.

Die DRF Luftrettung als künftiger Betreiber der dann fünften brandenburgischen Luftrettungsstation wird die Inbetriebnahme des Rettungshubschraubers mit einem offiziellen Festakt und einem Tag der offenen Tür begehen. Bezüglich des genauen Termins stehe man in engem Kontakt mit dem erst seit Ende 2014 für die Luftrettung zuständigen Ministerium für Inneres und Kommunales (MIK) – unter anderem durch die Teilnahme an den entsprechenden Baubesprechungen. Die Pressestelle des MIK bestätigte auf Anfrage von rth.info den avisierten Starttermin “im Verlaufe des Sommers“.

Zum Einsatz kommen wird in Angermünde eine EC 135 P2.

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Autor(en)
Jörn Fries

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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