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Tirol: vorerst keine Ausschreibung

02.05.2015

Innsbruck (A) ::  Bereits im Februar 2015 wurde beschlossen, dass die Flugrettung in Tirol neu ausgeschrieben werden soll. Doch jetzt wurde bekannt, dass es vorerst nicht zu der geplanten Ausschreibung, die für den Sommer 2015 vorgesehen war, kommen wird: Die freiwillige Leistungsvereinbarung über die Grundversorgung zwischen Land und den sechs Betreibern soll nach deren Wunsch bis Ende 2023 verlängert werden. Der Landesrat Bernhard Tilg hat dem Kompromiss unter Vorbehalt zugestimmt.

Die vorgegebene Reduzierung auf 15 vorgehaltene Notarzthubschrauber kann nach einer Verzichtserklärung der betroffenen Hubschrauberbetreiber nun trotzdem erreicht werden. So verzichtet Roy Knaus auf die Durchführung von Rettungsflügen in Osttirol, sowie den Betrieb seiner NAH in Matrei, Lermoos und Westendorf. Dafür akzeptiert der ÖAMTC nun Knaus umstrittenen Stützpunkt in Mayrhofen.

Somit sei eines der Hauptprobleme, die damals zu der Entscheidung für eine Ausschreibung geführt hätten, mit der Einigung der Betreiber gelöst, wie der Landesrat in einem Interview gegenüber der Presse erklärt.

Der finanzielle Aspekt sei jedenfalls kein Anlass für eine Ausschreibung gewesen, stellt er weiter klar: „Mit insgesamt 1,9 Mio. Euro pro Jahr ist das System bereits jetzt sehr kostengünstig, da wir die NAH-Unternehmen nicht finanziell unterstützen, sondern nur die Patienten.“ Dadurch sei diese Übergangslösung auch vor möglichen rechtlichen Schritten ausländischer Betreiber gewappnet.

Die Verrechnungsvereinbarung soll bis 2023 gelten – jedoch nur unter Vorbehalt. So könne es jederzeit zu einer Ausschreibung kommen, falls es zu Probleme kommen sollte.

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MST

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