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Förderverein von „Christoph 7“ droht möglicherweise das Aus

28.11.2014

Kassel (HES) ::  Berichten der Onlineportale der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) und www.rettungsdienst.de zu Folge kriselt es im Förderverein des im nordhessischen Kassel Stationierten RTH „Christoph 7“ heftig. Am 18. Dezember soll bei einer Mitgliederversammlung über die Zukunft des Vereins entschieden werden.

Bereits seit einiger Zeit soll ein Zerwürfnis zwischen der beteiligten Organisationen wie dem DRK-Kreisverband Kassel-Wolfhagen, dem Rotes Kreuz Krankenhaus in Kassel als Stationierungsort und der Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal auf der einen Seite und dem Förderverein auf der anderen Seite die Stimmung getrübt haben. Ein Streitpunkt ist unter Anderem die vom Verein betriebene Homepage und mittlerweile stillgelegte Homepage www.christoph7-kassel.de. Hier berichtete der Förderverein nicht nur über seine Arbeit, sondern auch über das aktuelle Einsatzgeschehen des RTH Christoph 7. Seitens der Organisationen sei hier der Vorwurf gefallen, dass sich der Verein so präsentieren würde, als sei er für die Kasseler Luftrettung verantwortlich. Des weiteren monieren die Organisationen, dass ein Großteil der Einkünfte des Fördervereins nicht der Luftrettung zu Gute kämen, sondern vom Verein zurückbehalten würden.

In der Folge der Eskalation kündigten der DRK-Kreisverband, Das Rotes Kreuz Krankenhaus und auch die Bundespolizei-Fliegerstaffel an, auf die finanzielle und ideelle Hilfe des Vereins nicht mehr angewiesen zu sein. Laut Peter Stahl, Vorsitzender des Fördervereins und Notarzt auf Christoph 7 stelle dies die Arbeit des Vereins in Frage. Ob der Verein nun die Arbeit einstellt und in der Konsequenz auflöst sei indes noch nicht. „Hier ist noch viel Dynamik drin und manchmal ist ein Aufrütteln für die Beteiligten gar nicht schlecht“, so Stahl gegenüber rth.info.

Der 2002 gegründete Förderverein verzeichnete jährlich rund 20.000 € an Einnahmen aus Spenden und Beiträgen der rund 1000 Mitglieder. Gelder flossen zum Einen in die Beschaffung zusätzlicher Ausrüstung für den RTH und seine Crew sowie in Finanzierung interner Aus- und Fortbildungen und Übungen mit BOS-Organen aus dem Einsatzgebiet. Einen großen Beitrag leistet der Förderverein von „Christoph 7“ in der Öffentlichkeitsarbeit auch über die Grenzen des Einsatzgebietes von Christoph 7 hinaus. Hierfür wurde ein bundesweit einmaliges Infomobil erworben und entsprechend umgestaltet. Ebenso konnte der Verein in der jüngeren Vergangenheit einen ehemaligen original-ZSH vom Typ Bo 105 CB vor dem Verkauf nach Malaysia bewahren und in liebevoller Kleinarbeit in den originalen Rüstzustand von 1995 zurückversetzen. Seither dient er als mobiles Ausstellungsstück bei Veranstaltungen (rth.info berichtete). Für weitere Luftrettungsstandorte in Deutschland besitzt der Förderverein von „Christoph 7“ einen Modellcharakter, der zu Gründungen ähnlicher Vereinigungen führte.

www.rth.info wird weiter berichten.

Autor(en)
FTR
Quelle(n):
HNA, www.rettungsdienst.de

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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