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60.000ster Einsatz für „Christoph 4“

23.11.2014

Hannover (NDS) ::  Zu seinem 60.000sten Einsatz startete „Christoph 4“ am 18.11.2014 vom Landedeck der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Anlass zu diesem Jubiläums-Einsatz war ein medizinischer Notfall an Bord eines Passagierflugzeuges der Air Berlin auf dem Weg nach Madeira. Die aus Berlin kommende Maschine landete außerplanmäßig auf dem Flughafen Hannover zwischen, wo der Patient in die Obhut der Besatzung von „Christoph 4“ genommen und in eine Klinik gebracht wurde.

Seit 1972 versorgt „Christoph 4“ ununterbrochen die Region Hannover und die umliegenden Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel. Er gehörte zu den vier Langzeitmodellversuchen, die zur Einrichtung eines flächendeckenden Luftrettungsnetzes in der Bundesrepublik Deutschland geführt haben. In einer bundesweit einmaligen Konstellation wird „Christoph 4“ als Standort von der Johanniter Unfall-Hilfe e. V., Landesverband Niedersachsen/Bremen betrieben, obwohl es sich um einen Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) handelt. Seit der Indienststellung vor über 42 Jahren stellt die Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf, Stützpunkt Gifhorn den Piloten, die Unfallchirurgie der MHH den fliegenden Notarzt und die Johanniter-Unfall-Hilfe den HEMS TC.

Nahezu zeitgleich mit dem Einsatzjubiläum hatte die MHH die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür am Samstag (22.11.2014) geladen. Hier konnte auch der Rettungshubschrauber in kleinen Gruppenführungen besichtigt werden. Der Andrang war erwartungsgemäß groß, und trotz laufenden Einsatzbetriebes konnten insgesamt etwa 125 Bürgerinnen und Bürger einen Einblick in die Arbeit der hannöverschen Luftretter gewinnen.

Autor(en)
FTR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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