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Angermünde: Baubeginn für neue Luftrettungsstation

13.08.2014

Potsdam / Angermünde (BRB) ::  Am Dienstag, den 19. August findet der Startschuss für den Bau der neuen Luftrettungsstation in Angermünde statt. Den symbolischen Spatenstich wird Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack gemeinsam mit Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung, und weiteren Ehrengästen vornehmen. Die DRF Luftrettung hatte Mitte März die europaweite Ausschreibung der neuen RTH-Station im Nordosten von Brandenburg für sich entscheiden können (rth.info berichtete).

Wie das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV) am gestrigen Dienstag (12.08.2014) darüber hinaus mitteilte, geht man dort weiterhin davon aus, dass der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung bereits im Frühjahr 2015 von der Luftrettungsstation im Angermünder Gewerbegebiet “Oderberger Straße“ aus zu seinen Einsätzen starten wird.

In Angermünde wird ein Hubschrauber des Typs EC 135 täglich von 7:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang zum Einsatz kommen. Einsatzorte im Umkreis von 50 Kilometern wird er in maximal 15 Minuten erreichen können. Die Besatzung wird sich aus bei der DRF Luftrettung fest angestellten erfahrenen Piloten und Rettungsassistenten sowie Notärzten regionaler Kliniken zusammensetzen. Der Dienstbetrieb wird in einer hochmodernen Hubschrauberstation mit Hangar, Büro- und Sozialräumen aufgenommen, die in den kommenden Monaten errichtet wird.

“Mit der Errichtung dieser Station schließen wir die Lücke im Nordosten Brandenburgs und gewährleisten eine flächendeckende Luftrettung im Land. Der geplante Rettungshubschrauber wird die bodengebundenen Rettungsmittel optimal ergänzen. Notfallpatientinnen und Notfallpatienten können so schneller in geeignete Zielkliniken gebracht und dadurch besser versorgt werden“, wird Ministerin Anita Tack in der Pressemitteilung des MUGV zitiert.

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Autor(en)
Jörn Fries
Quelle(n):
MUGV-Pressemitteilung “Erster Spatenstich für neue Luftrettungsstation in Angermünde“ vom 12.08.2014

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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