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Walliser Hubschrauberbetreiber steigt in Luftrettung ein

11.07.2014

Sion (CH) ::  Der im Wallis, ein im Süd-Westen der Schweiz liegender Kanton, stationierte Hubschrauberbetreiber und –Dienstleister Héli-Alps will nun in die Luftrettung einsteigen, wie die örtliche Presse in ihrer Online-Ausgabe berichtet. Startschuss für die Durchführung von Rettungsflügen ist die Beschaffung des modernen, zweimotorigen Hubschraubers Bell 429, den das Unternehmen am vergangenen Mittwoch präsentierte. Die Bell 429, wie sie 2012 auch die „Air-Zermatt“ beschaffte (rth.info berichtete), soll nun für Verlegungsflüge oder auch für Personensuchen eingesetzt werden. Eine Infrarotkamera als Zusatzausrüstung diene als Hilfsmittel.

In naher Zukunft soll eine weitere Maschine des amerikanischen Herstellers Bell Helicopters angeschafft werden, um mit dem Einsatz einer daran montierten Seilwinde die Rettungsfliegerei noch weiter ausbauen zu können, wie der Geschäftsführer erklärt. Zu diesem Zwecke werde eng mit den Air-Glaciers zusammengearbeitet, einem Walliser Unternehmen, das ebenfalls sowohl als Hubschrauber-Dienstleister als auch als Luftrettungsbetreiber tätig ist. So stelle Héli-Alps die Maschine, die Air-Glaciers das medizinische Personal. Im Gegenzug könnten sich Air-Glaciers-Piloten auf der Bell 429 des „Neueinsteigers“ ausbilden lassen.

Autor(en)
MST
Quelle(n):
Walliser Bote

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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